Eine lückenlose Dämmung kann Feuchteschäden im Altbau vermeiden
Wärmebrücken dicht machen

Eine energetische Modernisierung älterer Wohnhäuser ist sinnvoll, denn sie senkt den Energieverbrauch deutlich und schont damit Haushaltskasse und Klima. Während eine rundum geschlossene Dämmung im Neubau vergleichsweise einfach herzustellen ist, gibt es beim Altbau einiges mehr zu beachten.

Durch sogenannte konstruktive Lücken in der Dämmung etwa können Wärmebrücken entstehen. "Das führt auf der einen Seite zu Energieverlusten und damit dazu, dass gesteckte Energiesparziele womöglich nicht wie erwartet erreicht werden. Zum anderen können Wärmebrücken aber auch zu Schäden am Haus führen", warnt Bauen-Wohnen-Experte Oliver Schönfeld.

Kalte Stellen

Wärmebrücken sind eigentlich auch "Kältebrücken", denn wo Wärme nach außen entweichen kann, entstehen im Innern des Hauses kalte Stellen. Da Luftfeuchtigkeit vor allem an solchen kalten Stellen kondensiert, kann es an einer Wärmebrücke zur Ansammlung von Feuchtigkeit und in der Folge zur Bildung von Schimmel kommen. Anzustreben ist daher immer eine möglichst lückenlose Dämmschicht an der Fassade und im Dach.

Zu bevorzugen sind in der Modernisierung Außendämmungen der Fassade und Aufsparrendämmungen auf dem Dach. Mit modernen Hochleistungsmaterialien lässt sich ein sehr guter Wärmeschutz mit vergleichsweise wenig Materialeinsatz und einem schlanken Aufbau erzielen.

Dicht machen

Unterbrechungen einer Dämmung von außen können sich typischerweise beispielsweise an den Fenstern ergeben. Sitzen die Fenster zurückgesetzt im Mauerwerk, dann befinden sie sich oft nicht in der Dämmebene.

Das heißt, zwischen der Dämmschicht und dem Fensterrahmen bleibt ein Stück ungedämmtes Mauerwerk übrig, das zur Wärmebrücke werden kann. Vermeiden lässt sich das, indem die Dämmung in der Fensterhöhle bis an den Fensterrahmen geführt wird oder indem man das Fenster ein Stück nach außen - in die Dämmebene - versetzt. (djd)
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