Eine Polizistin mit Pferd

Tanja Meinelt hat mit zehn angefangen zu reiten. Heute arbeitet sie bei der Reiterstaffel der Polizei in Dortmund. Die 13 Jahre alte Rebecca aus Köln hat sie besucht.

Für Tanja sind zwei Berufs-Träume wahr geworden: Sie ist Polizistin. Und sie arbeitet mit Pferden. Wenn sie morgens zum Stall kommt und das Wiehern der Pferde hört, freut sie sich. Sie trainiert mit ihrem Polizeipferd und reitet es bei Einsätzen. Meist müssen sie vor Fußballstadien verfeindete Fans auseinanderhalten.

Tanja Meinelt ist 43 Jahre alt. Mit dem Reiten hat sie schon mit zehn Jahren angefangen. Als sie größer wurde, wollte sie Polizistin werden. Sie machte ihre Ausbildung und arbeitete im Streifendienst. "Dann habe ich auf dem Weihnachtsmarkt zwei Polizeipferde stehen sehen. Ich habe mich natürlich mit den Kollegen unterhalten. Und dachte, das wäre etwas, das ich supergerne machen möchte."

Sie bewarb sich, dachte aber nicht, dass es klappen würde. Denn es gab viele andere Bewerber. "Dann haben sie drei genommen, und eine davon war ich. Da bin ich so glücklich nach Hause gefahren und habe gedacht, ich will nur noch arbeiten gehen, nie mehr freihaben, nie mehr Urlaub haben. Also: Es war ein richtig schöner Tag."

Aber die Reiterstaffel ist Arbeit, keine Freizeit. Die Pferde kommen dabei auch in Situationen, mit denen sie nicht glücklich sind - sondern lieber auf der Wiese stehen würden. Zum Beispiel bei Demonstrationen oder bei Fußballspielen.

Für Tanja Meinelt ist ihre Arbeit immer noch ein Traumberuf. Wäre das auch etwas für andere Mädchen, die mit zehn anfangen zu reiten und davon träumen, später mal mit Pferden zu arbeiten? "Nein, bitte nicht mit dieser Vorstellung zur Polizei gehen", sagt Tanja. "Es kann nicht jeder zur Reiterstaffel gehen oder Hundeführer werden oder Hubschrauber fliegen. Sondern in erster Linie wird man Polizist, und das ist eben erst einmal mit Arbeit auf der Straße verbunden." (dpa)
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