Einer freiheitlichen Gesellschaft unwürdig?

Zum Artikel "Neonazis Marsch geblasen" :

In Schwandorf hat ein versprengtes Häuflein Rechtsextremer, laut Bericht etwa ein Dutzend Leute, demonstriert. Ich gehe davon aus, dass eine freiheitliche Demokratie, in der Versammlungs- und Meinungsfreiheit herrschen, so etwas aushält. Da scheinen die Gegendemonstranten dann wohl anderer Meinung gewesen zu sein. Etwa 300 an der Zahl kamen, um eine Demonstration von Leuten zu behindern, deren Ansichten ihnen nicht gefallen: Mit einer infantilen Methode, nämlich soviel Krach zu machen, dass man nicht mehr versteht, was die Anderen sagen.

Mag sein, dass die Demonstranten von "Der dritte Weg" scheußliche Anschauungen haben. Ich stelle jedoch fest, dass es im Bezug auf dissidente Meinungen in unserem Land offensichtlich keinerlei Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit diesen oder gar zur Diskussion mit deren Trägern gibt. Stattdessen wird Symbolpolitik betrieben, es wird laut musiziert, der Pfarrer läutet die Glocken, damit man die von der Gegenseite nicht mehr hören kann. Oder man schaltet, wie in Köln geschehen, die Beleuchtung des Domes ab, damit man die Pegida-Demonstranten nicht mehr sieht.

Ich finde das einer freiheitlichen Gesellschaft unwürdig.

Lorenz Reichenberger 92648 Vohenstrauß
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