Einfach Superb

Die Neuauflage von Skodas Flaggschiff sprengt mit seinem sehr guten Platzangebot die automobilen "Klassengrenzen" und rollt im Juni zum Preis ab 24 950 Euro zu den Händlern. Bild: Skoda

Für Skoda ist er der Aufbruch in eine neue Ära, ein Meilenstein in der Firmengeschichte: Wenn der neue Superb im Juni zu den Händlern rollt, setzt er Maßstäbe - nicht nur in seiner Klasse.

In Sachen Platzangebot kann es der schicke Tscheche eigentlich schon mit der Oberklasse aufnehmen und das zu Preisen ab 24 590 Euro. 2008 kam der Vorgänger noch vor dem Siegeszug von Vernetzung und Assistenzsystemen auf den Markt. Entsprechend großen Nachholbedarf hatte damit die VW-Tochter beim neuen Flaggschiff.

Die Ingenieure haben ihr Lastenheft sorgfältig abgearbeitet: Und alles aus dem großen Wolfsburger Konzern-Baukasten kommt nun auch den Superb-Käufern zu Gute, teils serienmäßig, teils gegen Aufpreis. Der große Tscheche ist damit jedenfalls technisch voll auf der Höhe der Zeit - vom per Knopfdruck einstellbaren Fahrwerk und dem blendfreien Dauer-Fernlicht über das "Mirror Link"-System bis hin zum Stau-, Park- und Auspark-Assistenten.

Der Superb ist ein schickes und optisch sehr gelungenes Auto. In der rundum angeschärften Stufenheck-Karosserie mit den knackig-scharfen Bügelfalten ist wieder Platz für eine praktische große Heckklappe, die für 420 Euro Aufpreis auch elektrisch zu betätigen ist. Sie gibt den Blick auf einen Kofferraum im XXL-Format frei: 620 bis 1760 Liter Gepäckvolumen sind in der Mittelklasse eine ordentliche Ansage. Auch hinter groß gewachsenen Frontpassagieren ist fast noch so viel Platz wie in einer Mercedes S-Klasse oder einem 7er BMW. Dabei konkurriert der Superb ja nominell eigentlich mit dem VW Passat, Ford Mondeo oder Opel Insignia. Das ist faszinierend angesichts der Tatsache, dass der neue Tscheche die selbe Basis aus dem modularen Querbaukasten MBQ hat wie der Golf. Im Superb ist diese Plattform jedoch auf ihr bisher üppigstes Maß gestreckt, mehr geht nicht.

Für den Vortrieb stehen fünf Benziner und drei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 120 bis 280 PS bereit, vier davon gibt es auch mit Allradantrieb. Sie sollen bis zu 30 Prozent weniger im Verbrauch, aber bis zu 20 Prozent mehr Leistung bringen. Das bisher sparsamste Modell ist mit neun Airbags ausgestattet und gibt sich nominell im Schnitt mit 3,7 Litern Diesel zufrieden. Das Fahrgefühl weist schon deutlich in die oberen Klassen. Der Superb ist komfortabel gefedert und reagiert auf enge Kurven und gewollt brutalen Lenk- und Bremsmanövern exakt und sicher. Die Lautstärke im Fahrzeug bleibt immer auf einem angenehmen Niveau. Die Bedienung der klug angeordneten Schalter und Hebel ist vor allem für einen Fahrer mit VW-Vorkenntnissen ein Kinderspiel.
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