Einzigartiger Willy Astor

Zum Bericht über den Auftritt von Willy Astor (1. Dezember)

Willy Astor nur als albern zu beschreiben und auch nicht auf seine großartige Musik einzugehen, die er als Abschluss einer einstündigen Zugabe am Sonntagabend im ACC bot, wird leider in dieser Kritik nicht der vielfältigen, intelligenten und einzigartigen Talente dieses Künstlers gerecht.

Zwei Stunden lang zündete Astor intelligente Wortraketen, feuerte verdrehte Redewendungen, verschachtelte Sätze und erzählte irrwitzige Geschichten mit Markennamen, die von seinem Publikum dankbar mit Lachsalven quittiert wurden. Diese Wortspiele in glänzender, gut gelaunter, humorvoller Art in Text- und Liedform dargeboten, wurden ergänzt mit zwei instrumentalen Sahnestücken. Spätestens bei seinem Lied "Natius" konnte man dem Künstler nur Respekt für seine vielfältigen Qualitäten zollen. Und wer schon mal in einem Willy-Astor-Bühnenprogramm-Abend war, der ist sich des Risikos bewusst, bei Blitzlicht-Einsatz, Toilettenaufsuchen während seines kurz begonnenen Auftrittes oder auf einem Erste-Reihe-Sitzplatz mit dem Künstler auf persönliche Tuchfühlung zu gehen.

Die herausgepickten Zuschauer hatten mit der daraus entstandenen Stand-up-Comedy keine Probleme. Vielmehr konnten sie ihre Belastbarkeit und Schlagfertigkeit unter Beweis gestellt. Dieser Abend war nach dem humoristischen auch ein musikalischer Hochgenuss, der das Publikum gut gelaunt und selig den Saal verlassen ließ, mit einem kindlichen Lächeln auf dem Gesicht.

Edith Maria HeppAmberg
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