Endlich wirksames Mittel gegen Varroa

Zum Bienensterben:

Als Kleinimker hatte ich im Herbst 2013 vier Bienenvölker nach genauer Anweisung des Veterinäramtes Amberg-Sulzbach mit Ameisensäure (60 Prozent) behandelt und eingewintert. Trotzdem verlor ich im Frühjahr 2014 75 Prozent meiner Völker.

Mit neuem Elan ging ich daran, meinen durch Zukauf und Ablegerbildung aufgestockten Bestand von acht Völkern auf die Einwinterung vorzubereiten. Nach dem Abschleudern fütterte ich die Völker jeweils mit 3 bis 4 Liter Apiinvert auf und führte eine zweimalige Behandlung mit Ameisensäure (60 Prozent) durch. Die Kontrolle der Bodeneinlagen ergab einen mittleren Befall von Varroamilben. Nach der endgültigen Auffütterung erfolgte Anfang September wieder eine zweimalige Behandlung mit Ameisensäure; die Kontrolle ergab einen starken Befall mit Milben. Obwohl ich mich genau an die Behandlungsvorschriften des Veterinäramtes gehalten habe, hege ich ernste Zweifel, ob die Behandlung mit Ameisensäure die richtige Methode sein kann und ob trotz intensiver Bemühungen im Frühjahr 2015 oder schon vorher ein großes Völkersterben zu erwarten ist.

Offensichtlich stehe ich mit diesem Problem nicht allein da, weil auch befreundete Imkerkollegen vor gleichen Problemen stehen. Daher die dringende Bitte an die Veterinärämter: Gebt uns endlich wirksame Mittel in die Hand, dass wir die so wichtige Arbeit unserer Bienen unterstützen können und wir nicht resigniert die Imkerei aufgeben.

Wolfgang Steindl, 92283 Lauterhofen

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