Energiewende nicht auf dem Rücken der kleinen Dörfer austragen

Zur Windkraft:

Was für mich fragwürdig wird, ist die Art und Weise, wie die ÖDP die Abstandsregelungen für Windkraft, trotz der bestehenden 10 H-Regelung zum Schutz der Bürger, aushebeln will. Wie lässt sich das mit ihren politischen Zielen wie "die Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Naturerbes der Welt" vereinbaren? Ich gehe davon aus, dies gilt auch für die Menschen und die Natur in Deutschland.

Dass die Gemeinden diese Regelung umgehen können, macht das gemeinschaftliche Zusammenleben nicht leichter. Doch diese Kommunalpolitiker leben auch weiterhin mit den betroffenen Menschen in der Gemeinde zusammen. Ganze Dorfgemeinschaften werden gespalten. Projektoren oder Investoren schließen - lange bevor der Rest der Bevölkerung etwas davon mitbekommt - Pachtvorverträge mit den Wald- und Grundstücksbesitzern ab. Das bedeutet, im gleichen Dorf sind Menschen, die einen finanziellen Nutzen davon haben und gleichzeitig gibt es Menschen, die gesundheitliche Risiken oder Einschnitte in ihre Lebensqualität in Kauf nehmen müssen. Die 10 H-Regelung würde die Menschen zumindest teilweise vor den gesundheitlichen Risiken schützen.

Ich frage mich, ob manche Politiker selbst in Nähe eines Windparks leben möchten? Oder kommen solche Aussagen aus "sicherer" Entfernung? Wer selbst nicht in unmittelbarer Nähe betroffen ist, kann leicht reden. Zumal durch den Energiedialog klar wurde, dass Windkraft wegen der fehlenden Grundlast nicht die Lösung der Energiewende sein kann. Denn der gesamte aus Windenergie gewonnene Strom kann nicht gespeichert werden und muss somit ständig von konventionellem Strom hinterlegt werden. Unsere ländliche Region, bisher Naturpark-Schutzzone, soll in einen Windkraft-Industriepark verwandelt werden. Die Energiewende mit Windkraft um jeden Preis zu forcieren und auf dem Rücken kleiner Dörfer und Einzelner auszutragen, kann nicht die Lösung sein.

Marion Abel, 92545 Niedermurach
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