Erfolgsmodell von Range Rover behutsam erneuert - Neue Ingenium-Diesel-Motoren senken Verbrauch
Evoque bleibt frisch geschminkt en vogue

Es gibt Designer-Sofas, Designer-Lampen und eben auch Designer-Autos - Fahrzeuge, die das Aussehen über die Funktionalität stellen und ihrem Lenker eine Attitüde von schicker Geschmackssicherheit verleihen. Früher fuhr diese Avantgarde Citroën CX, heute greift sie nicht selten zum Range Rover Evoque. Und das schon 500 000 Mal. Seit das Luxus-Kompakt-SUV 2008 als Studie vorgestellt und dann auch so gebaut wurde, nimmt es ein Drittel aller Landrover-Verkäufe ein. Ein Geländewagen mit Coupédach - das ist paradox, kommt aber an. BMW hat es mit dem X 6 allen Unkenrufen zum Trotz bewiesen, und der Evoque rangiert zwar ein bis zwei Klassen tiefer, spitzt das Thema mit mächtigem Vorbau und niedriger Seitenfenster-Silhouette aber noch mehr zu.

Wird ein Wagen wegen seines Äußeren gekauft, braucht's beim Facelift Fingerspitzengefühl. Das legten die britischen Karosserie-Schneider an den Tag; die Modifikationen fielen sachte aus: an der Front neue Stoßfänger und ein neuer Kühlergrill, hinten ein neuer Heckspoiler und LED-Leuchten. Innen geht's noch einen Hauch gediegener zu, weil die Sitze jetzt auch massieren und kühlen können. Der Evoque versteht sich bestens mit Smartphones, bietet (zu erkennen an doppelter Antennen-Finne auf dem Dach) WiFi-Zugang für bis zu acht Geräte und hilft mit All-Terrain-Response bei schwierigem Untergrund weiter. Die Heckklappe öffnet gestengesteuert, auch von der Seite. Spurhalteassistent und Notbremsfunktion ziehen ebenfalls neu ein im Evoque.

So richtig neu geht's unter der Haube zu. Die Ingenium-Diesel-Motoren verbrauchen bis zu 18 Prozent weniger, konkret 4,2 Liter im 150-PS-Modell mit Vorderradantrieb und 4,8 Liter im gleichen Evoque mit Allrad. Das Service-Intervall verlängert sich von bisher 26 000 auf jetzt 34 000 Kilometer.

Die Preisliste für den Evoque startet bei 34 500 Euro. Das dreitürige Coupé kostet ab 42 600 Euro. Im nächsten Jahr wird es zusätzlich ein Cabriolet geben, das momentan schon auf Erprobungstour in der Unterwelt unterwegs ist: im "Crossrail"-Tunnel, der aktuell auf rund 41 Kilometer Länge unter der Londoner City gebohrt wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.