"Erinnert mich an Schilda"

Zu unserem Bericht "Unmut über Breitband-Funkmasten":

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich diesen Artikel zum Thema Breitband-Funkmasten gelesen. Erinnerte er mich doch an den Schildbürgerstreich von Schilda. Hier trugen Bürger in Säcken Sonnenlicht in ihr neues Rathaus, weil sie die Fenster zugemauert hatten. Ähnliches soll jetzt im Ortsteil Pittersberg geschehen. Hier dürfen bereits vorhandene Verteilerkästen mit Anbindungen an die einzelnen Häuser nicht mehr verwendet werden, um die Nutzer mit dem Breitbandanschluss zu versorgen. Stattdessen wird der Neubau von Masten mit den erforderlichen Anschlussgehäusen geplant, um das Breitband mittels Richtfunk in die Stuben der Bürger zu bringen. Der Antrag wurde so auch genehmigt.

Interessant für mich als Leser ist, dass die Abstimmung des Gemeinderats mit den mitgebrachten Gerichtsurteilen gleich in die "richtige" Bahn gelenkt wurde. Bürger müssen nun in Kauf nehmen, dass sie keine Möglichkeit haben, ihren Provider frei zu wählen. Selbst Kostensteigerungen der Betreiber, aus welchen Gründen auch immer, müssen wohl oder übel akzeptiert werden, da es keine Ausweichmöglichkeit gibt. An die Auflockerung des Ortsbilds durch Stangen und Gehäuse wird man sich rasch gewöhnen.

Willibald Renner, Boden
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