Erst reden, dann roden
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Straßensperrung für den Wald" vom 11. August:

Natürlich nimmt der Naturliebhaber und Anwohner einiges in Kauf, wenn es für den Wald ist. So bestimmt auch die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wald lebenden Röthenbacher. Eine Straßensperre für den Verkehr - eine vorübergehende Zugangssperre zum Wald - in Ordnung.

Die Rodungsaktion ist nun nach fünf Wochen beendet. Im genannten Bericht wird von besenreiner Übergabe an die Bürgermeister gesprochen. Was die Straßenränder betrifft, mag das wohl zutreffen. Doch drumherum liegt das "Restmaterial" der Rodung. Der Pfad zum zweiten Badeplatz musste erst mit viel Schweiß freigeräumt werden. Ein paar Altbäume sind schon geblieben am Badeplatz, junge müssen erst nachwachsen.

So wurde ein idyllisches, schattiges Plätzchen für die Naherholung in eine Sonnenbank verwandelt. Die Menschen, die hier Badefreuden und Entspannung suchten, sind bestimmt nicht auf Sonnenbräune aus gewesen. Schade, diesen Platz hätte man schon aus dem Programm der Ausschneidemaßnahmen zur Aufwertung des Waldes nehmen und die schattenspendenden Föhren stehen lassen können. Ein bisschen Gespür für die Nachbarn, die hier seit Generationen ihren Platz fanden, würde dem übergeordneten Plan doch nicht schaden. Warum nicht der Versuch unternommen worden war, dies mit der Bevölkerung zu bereden, verstehen jetzt viele Röthenbacher nicht. Vielleicht könnte eine Dorfversammlung das entstandene Misstrauen entkräften. Eine Vorstellung weiterer vermutlich geplanter Aktionen im ortsnahen, direkt angrenzenden Wald durch das Forstamt wünschen sich nicht wenige Einheimische.

Marion Ertl(gezeichnet) Dorfgemeinschaft Röthenbach

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