Es gibt zwei Bäume, die so heißen: die Ess- oder Edelkastanie und die Rosskastanie
Kastanie ist nicht gleich Kastanie

Wie kleine Edelsteine sitzen die Regentropfen auf dieser Kastanie. Vor allem Kinder lieben die hübschen Nüsse. Essen kann man sie aber nicht. Bild: dpa

Wie gespreizte, grüne Hände hängen sie an den Ästen: Die großen Blätter der Rosskastanie sind fingerförmig geteilt. Mal sind es fünf Finger, mal mehr. Wegen dieser Blätter kann man viele Kastanien-Bäume gut von anderen Bäumen unterscheiden.

Im Herbst werden die grünen Hände bunt. Doch auch ihre Früchte sind klasse - etwa zum Sammeln und Basteln. Unzählige große und kleine Kastanien plumpsen mit ihren stacheligen Hüllen auf die Erde. Manche platzen auf - und da liegen sie dann.

Normale Kastanien, auch Rosskastanien genannt, sind für uns Menschen übrigens nicht essbar. Wer sie isst, kann krank werden und zum Beispiel Durchfall bekommen. Aber wusstest du, dass es auch Kastanien gibt, die für uns Menschen sehr lecker sind? Sie heißen Esskastanien und werden manchmal auch Maronen oder Maroni genannt.

Von weitem sehen die Bäume der beiden Kastaniensorten ziemlich ähnlich aus. Beide können sehr groß werden und haben dicke Baumstämme. Wenn man sich die Bäume aber aus der Nähe ansieht, sind viele Unterschiede erkennbar.

Das fängt schon bei den Blättern an. Die Blätter der Esskastanien sind nämlich eher länglich und nicht so rund wie die unserer Rosskastanien. Außerdem haben sie an den Rändern viele kleine Spitzen.
Auch die Hüllen der Kastanien sehen unterschiedlich aus. Bei den normalen Kastanien sind eher dicke Stacheln auf der Hülle verteilt. "Eingepackte" Esskastanien sehen dagegen ein bisschen aus wie kleine Igel oder ein Bürstenkopf: Viele dünne, längere Stacheln schützen die Kastanien im Inneren vor Pflanzenfressern.

Wenn man die Hüllen öffnet, zeigt sich ein weiterer großer Unterschied. Rosskastanien sind eher rundlich. Sie leuchten rot-braun und haben einen großen hellen Fleck. Esskastanien sind häufig nicht so rund. An einer Stelle haben die Esskastanien außerdem eine Spitze, aus der sehr oft ein kleines Büschel "Haare" sprießt.

Im Gegensatz zu den bitteren, ungenießbaren Rosskastanien kann man aus Esskastanien eine Menge machen: Man kann sie kochen oder backen und schälen und essen. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Kinderseite (7288)Oktober 2009 (12743)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.