Eschenbacher Hallenbad ab Dienstag wieder für alle Badegäste geöffnet - Dampfgrotte als weitere ...
Neue Technik und bessere Wärmedämmung

(rn) Am 15. September öffnet das Eschenbacher Hallenbad wieder für die Allgemeinheit, nachdem es bereits seit April für den Schulbetrieb genutzt werden kann. Ein überregional bedeutendes Gebäude wurde vorbildlich saniert und ansprechend neu gestaltet.

Die großzügig verglaste und mit anthrazitfarbigen Faserzementplatten abwechselnd gestaltete Fassade lässt sehr viel Licht und Sonne ins Innere des Hallenbades eindringen. Durch den nach außen gestellten Erker des Saunabereiches wird die Fassade zusätzlich gegliedert und nimmt dabei etwas der Stattlichkeit und Größe des Gebäudes.

Energetisch gelang es, das Gebäude durch das Vollwärmedämmsystem und die komplett dreifach verglaste Pfosten-Riegelfassade auf den aktuellsten Stand der Energieeinsparungsverordnungen zu bringen. Die großzügige und filigran gestaltete Eingangsüberdachung lädt geradezu zu einem Besuch ein. Das in der Größe etwas reduzierte Foyer mit Kassenautomat, Zugangskontrollanlage und bunten Sitzgelegenheiten empfängt die Besucher.

Die in einem frischen Grün gehaltenen Wände schaffen eine helle, freundliche Atmosphäre. Die anschließenden Umkleidebereiche mit Sammelumkleiden und Einzelumkleidekabinen konnten größtenteils erhalten werden. Die Bausubstanz war hier noch relativ gut. Lediglich die Türen und Garderobenschränke mussten erneuert werden. Sie erhielten für Damen und Herren unterschiedliche Farben.

Im sogenannten Stiefelgang sind großzügige Föhnplätze eingerichtet. Durch die ebenfalls komplett erneuerten Duschanlagen mit farbig akzentuierten Wandfliesen gelangt der Badegast in die völlig umgestaltete Schwimmhalle.

Eine wie ein Segel gestaltete Akustikdecke taucht die Halle in eine lichtdurchflutete angenehme Atmosphäre. Auch die Wandgestaltung mit ihren anthrazitfarbigen und unterschiedlichen Fliesenformaten, der helle Beckenumgang und die tiefblaue Folienauskleidung des Beckens tragen zu einer Wohlfühlatmosphäre bei, wie man sie sonst nur von großen Wellnessbädern kennt.

Als besonderer Leckerbissen wurde in das Bad eine Dampfgrotte mit separaten Duschen integriert. Dazu wurde ein ganz in Grün gefliester Kubus mit runden Formgebungen in den Raum eingestellt. Der Einbau dieser Dampfgrotte wird die Attraktivität und den Freizeitwert des Hallenbades zusätzlich fördern.

Auf die Erneuerung der kompletten Schwimmbadtechnik mit Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen sowie der Elektroinstallation wurde ebenfalls größter Wert gelegt. Dabei wurden für die Beleuchtung energiesparende Leuchtmittel in LED-Technologie mit einer tageslichtabhängigen Steuerung verwendet. "Beste Badewasserqualität und ein angenehmes Klima können künftig gewährleistet werden", versichert Architekt Josef Schöberl. Dazu trage die installierte Gebäudeleittechnik (GLT) bei, über die vom Landratsamt aus sämtliche Daten und Gebäudewerte direkt eingelesen, gesteuert und für die Optimierung der Anlagen ausgewertet werden können.

Mehrere Monitore verwandeln das Dienstzimmer von Bademeister Markus Röhrer in einen wahren Leitstand. Er kann von dort Kassenautomaten und über zwei Unterwasserkameras zusätzlich auch das Becken überwachen. Es hat eine Größe von 25 mal 12,50 Meter. Die Hubbodenanlage ermöglicht variable Tiefen von 0,30 bis 2,20 Meter.

Als verantwortlicher Architekt zieht Josef Schöberl das Fazit: "Das generalsanierte Hallenbad Eschenbach stellt ein Musterbeispiel für eine sinnvolle und nachhaltige Investition für die Zukunft der Schulen und auch für die Verbesserung der Infrastruktur für Freizeit und Erholung im Landkreis dar." Architektonisch bildet das neu und modernst ausgestattete Hallenbad ein Highlight in der Schullandschaft Eschenbach.
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