Eurovision-Song-Contest 2016
Ukraine jubelt, Deutschland ohne Chance

Jamala war die überraschende Siegerin des Eurovision-Song-Contest in Stockholm. Während sie zu Hause in der Ukraine überschwänglich gefeiert wurde, gab es hierzulande erneut lange Gesichter: Zum zweiten Mal in Folge kam Deutschland nur auf den letzten Platz. Jamie-Lee Kriewitz reagierte traurig, aber gefasst: "Ich war sehr zufrieden mit meinem Auftritt, und ich glaube, ich habe mir nichts vorzuwerfen." Bild: dpa

Stockholm. Deutschland hat beim Eurovision-Song-Contest (ESC) zum zweiten Mal in Folge nur den letzten Platz erreicht. Mit lediglich 11 Punkten landete Jamie-Lee Kriewitz (18) in Stockholm mit dem Lied "Ghost" ganz hinten im Feld der 26 Finalteilnehmer. Den Sieg holte mit 534 Punkten überraschend die krisengeplagte Ukraine, vor Australien und Russland.

Der Song "1944" der Krimtatarin Jamala (32) ist eine moderne Klage-Ballade. Das Lied mit Elektro-Elementen beschreibt die Vertreibung der Minderheit unter Stalin und wurde zum Teil auch als Kritik an Russlands Krim-Annexion 2014 verstanden. Die Spitze ihres Landes gratulierte Jamala überschwänglich zum Sieg, aus Russland kam scharfe Kritik.
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