Fahrbericht Kia Sorento 2,2 CRDi AWD AT Vision
Großer SUV mit kleinem Durst

Wie machen die das? Ein Fullsize-SUV für weniger als 35 000 Euro und - wie im Falle unseres Testwagens - mit allem Pipapo für etwas mehr als 40 000 Euro. Der Kia Sorento "Vision" hat dann Allradantrieb, Automatik, Navigation, Rückfahrkamera, Metallic-Lackierung und eine Soundanlage mit allen erdenklichen Schnittstellen, inklusive Freisprecheinrichtung. Dazu gibt es Start-Stopp, Differentialsperre, drei Fahrmodi (Eco, Sport und Normal) und jede Menge Platz. Der neue Sorento spielt in der Liga von VW Touareg und BMW X5 und muss sich dort keineswegs verstecken.

Die Instrumente klar gezeichnet, das Material aus angenehmem Kunststoff in Lederhaptik und -optik; das Lenkrad teils aus Holz, teils aus Leder , die Sitze groß und bequem. Bei der Auswahl der Motoren lässt Kia dem Kunden keine Wahl: Den Sorento gibt es nur mit einem 2,2-Liter-Diesel mit 200 PS. Der schiebt den Zweitonner mächtig an und hält seinen Durst in erstaunlichen Grenzen: 8,5 Liter im Testmittel - das ist ein herausragender Wert (Werksangabe 6,7 Liter). Die sechsstufige Automatik tut, was sie tun muss; manuelle Korrekturen sind die absolute Ausnahme.

Wer einen SUV nicht nur für den Boulevard kauft, sondern ihn wirklich braucht, für den ist die Anhängelast entscheidend. Der Sorento darf als Handschalter 2,5 Tonnen an den Haken nehmen, als Automatik zwei Tonnen. Da kommt der Bootseigner und Pferdebesitzer gerade so hin. Der Gepäckraum erfüllt auch gehobene Ansprüche, nimmt in der Fünfsitzer-Konfiguration rund 600 Liter auf, wobei sich die Lehnen der zweiten Reihe in der Neigung verstellen lassen. Der Koreaner ist auch als Siebensitzer zu bestellen, dann schrumpft der Platz im Gepäckabteil auf 142 Liter zusammen.

Alles paletti also? Fast. Wer sucht, der findet die Ladekante zu hoch und das Geräusch beim Schließen der Heckklappe zu scheppernd. Das Design andererseits, ist durchaus ansprechend, kommt an. Bauartbedingt braucht der SUV viel Platz. Enge Parklücken sind natürliche Feinde, und im Begegnungsverkehr mit anderen Dickschiffen kann es schon mal eng werden. Der Kia Sorento sieht aus und fährt wie ein Großer, kostet aber im Vergleich mit der Konkurrenz beinahe 20 000 Euro weniger. Und als wäre das der "Unverschämtheiten" noch nicht genug, geben die auch noch sieben Jahre Garantie. Michael Ascherl
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