Falschmeldung von Klinik erschüttert Familie
Totgesagte Krebspatientin lebt

Das Krefelder Helios Klinikum hat einer Familie fälschlicherweise eine Todesnachricht überbracht. Bild: dpa

Krefeld. Tochter und Enkelin sind geschockt, für den Ehemann ist es, als werde ihm der Boden unter den Füßen weggerissen: Die 78 Jahre alte Mutter, Oma und Ehefrau soll tot sein. Mitten in der Nacht überbringt eine Stationsärztin des Krefelder Helios Klinikums den Angehörigen die schreckliche Nachricht.

Zwei Stunden lang weinen Tochter (48) und Enkelin um die 78-Jährige. Der Mann der Frau will sofort ins Krankenhaus, wo die Nachtschwester der Familie entgegen kommt - selbst den Tränen nahe - und sagte, dass es eine Verwechslung gegeben habe. "Und da ist meine Großmutter, die Minuten später auf dem Flur tanzt, weil sie froh ist, dass sie noch lebt", sagt die Enkelin (22) am Dienstag der "Westdeutschen Zeitung. Die totgesagte Großmutter lebt - ein großes Glück für die Familie. Die falsche Todesnachricht aber verärgert. "Wir sind tief betroffen über diese tragische Verwechslung und bedauern zutiefst, dass wir der Familie diese Situation so zugemutet haben", teilt eine Helios-Sprecherin am Dienstag mit. Laut Klinik starb eine Patientin im Nachbarzimmer, die einen ähnlich klingenden Nachnamen hatte.

Die zuständige Ärztin habe den Namen der tatsächlich verstorbenen Patientin am Telefon genannt, um sich zu vergewissern, dass sie mit einem Angehörigen spreche. Dieser Darstellung widerspricht die Familie. "Ich bin mir sicher, dass die Ärztin Vor- und Nachnamen meiner Mutter genannt hat", zitiert die "WZ" die Tochter.
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