Feel-Good-Manager sorgen dafür, dass in Firmen die Arbeitsatmosphäre stimmt - Hauptaufgabe: ...
Spaß am Arbeiten

(dpa/tmn) Ein Mitarbeiter, der nur zum Bespaßen der Belegschaft da ist? Vor allem in kleinen Start-up-Unternehmen ist das schon Realität. Feel-Good-Manager sollen dafür sorgen, dass die Atmosphäre in Unternehmen im Wohlfühlbereich liegt. Johannes Greiner bietet eine Weiterbildung zum Feel-Good-Manager an. Im Interview erklärt er, wie der Motivator im Büro Stimmung macht.

Feel-Good-Manager - das klingt ein wenig nach Animateur für Angestellte. Wie schafft man es, dass Arbeitnehmer Spaß im Büro haben?

Johannes Greiner: Es geht nicht um den Spaß an sich, sondern um Motivation. Man könnte natürlich sagen, wir stellen jemanden mit einer roten Nase ins Büro, der ein wenig Spaß in den Alltag bringt. Unsere Definition von Feel-Good-Manager ist aber vielmehr, demotivierende Faktoren auszuschalten. Um das zu erreichen, muss man an vielen Schräubchen im Unternehmen drehen. Nur ein Kicker im Pausenraum wird andere Probleme nicht kompensieren.

Wozu braucht man jemanden, der für gutes Klima im Büro sorgt?

Johannes Greiner: Das ist wesentlich dafür, dass Mitarbeiter überhaupt arbeiten können. Es gibt so viele Punkte, die das Leben eines Mitarbeiters schwermachen können. Wir fragen uns, was kann demotivierend sein, zum Beispiel ein kaputter Computer oder Arbeitszeiten, die ich schlecht mit meinen Privatleben vereinbaren kann. Feel-Good-Manager sorgen dafür, dass Mitarbeiter eine gute Basis haben, auf der sie arbeiten können.

Welche Fähigkeiten muss ein Feel-Good-Manager mitbringen?

Antwort: Systemorientiertes Denken und Handeln ist die Grundlage des Feel-Good-Managers. Das bedeutet, dass man sich nicht den Symptomträger anschaut, sondern das System außen herum. Warum verkauft der Vertriebler schlecht? Liegt das an ihm, oder liegt das am System?

Was unterscheidet ihn von normalen Personalverantwortlichen?

Johannes Greiner: Der normale Personalverantwortliche deckt nur einen kleinen Bereich des Feel-Good-Managers ab. Er ist gleichzeitig Coach, Qualitätsmanager, Referent und Multiplikator. Er hat also abteilungsübergreifendes Wissen. Der Name wird inzwischen auch oft aus Marketingzwecken eingesetzt. Ein geschützter Begriff ist es leider noch nicht.
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