Feuerwehr schöpft bei Waldbränden in Kanada Hoffnung
Tolles Löschwetter

Edmonton. Hoffnungsschimmer im Flammenmeer: In der kanadischen Provinz Alberta spielen günstige Winde und kühleres Wetter den Rettern in die Hände. Das Feuer wird zwar kanadischen Medienberichten zufolge noch viele Wochen lang brennen, die Flammen trieben aber am Montag weg von der zerstörten Stadt Fort McMurray. Das Flammenmeer habe sich nicht so stark ausgebreitet wie befürchtet, sagte Rachel Notley, Regierungschefin der Provinz Alberta.

Feuerwehrchef Chad Morrison sagte der "Calgary Sun": "Wir können dieses Feuer wirklich niederringen." Er wolle noch nicht von einem Wendepunkt sprechen, aber er fühle sich durch die jüngsten Fortschritte sehr ermutigt, sagte er Für die Brandbekämpfung sei nun "tolles Wetter". Nach Angaben des Senders CTV hatte der Brand bis zum Sonntagnachmittag (Ortszeit) nach Schätzungen etwa 1610 Quadratkilometer erfasst. Das seien zwar 100 Quadratkilometer mehr als am Samstag, aber 400 weniger als ursprünglich erwartet.

Folgen für ÖlpreisDie Waldbrände in Kanada lassen die nach wie vor niedrigen Ölpreise ansteigen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Mittag 46,04 US-Dollar. Das waren 67 Cent mehr als am Freitag. Händler gehen davon aus, dass durch den Brand Produktionskapazitäten von mehr als einer Million Barrel pro Tag ausgefallen sind. Am Freitag war noch von 600 000 Barrel pro Tag die Rede. (dpa)
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