Fingerzeig für Oscars
"The Revenant" räumt bei den Golden Globes ab

Bei den Fernsehpreisen setzte sich "Mr. Robot" an die Spitze und gewann die Auszeichnung als beste TV-Serie. Die Folgen nach einer Idee von Sam Esmail (Mitte) erzählen von einem jungen Hacker. Einen weiteren Preis gab es für Christian Slater (links) als bester Nebendarsteller in einer Serie. Bilder: dpa
Vermischtes DE/WELT
Deutschland und die Welt
12.01.2016
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Bei Kritikern galt der brutale Film über den Überlebenskampf eines Mannes als Favorit - und tatsächlich holte "The Revenant" gleich drei Golden Globes. Damit setzt die Preisverleihung ein Zeichen für die Oscars - auch für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio.

Los Angeles. Das düstere Rachedrama "The Revenant - Der Rückkehrer" gewann den wichtigsten Preis als bestes Filmdrama. Außerdem wurde der Mexikaner Alejandro González Iñárritu als bester Regisseur ausgezeichnet, die Trophäe für den besten Hauptdarsteller in einem Drama ging an DiCaprio. Filme, die wie das Liebesdrama "Carol", "Spotlight" oder "The Danish Girl" mit mehreren Nominierungen ins Rennen gegangen waren, gingen in der Nacht zum Montag dagegen leer aus.

DiCaprios Kampf


In "The Revenant" spielt DiCaprio (41) einen Pelztierjäger, der in der verschneiten Wildnis ums Überleben kämpft. González Iñárritu und DiCaprio beteuerten auf der Bühne, dies sei der härteste Dreh ihres Lebens gewesen. Der Hauptdarsteller holte sich damit seine dritte vergoldete Weltkugel, für den Regisseur war es die erste. Der Film ist Donnerstag in den deutschen Kinos angelaufen. Die Golden Globes gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscar-Verleihung Ende Februar. Die Nominierungen dazu werden am Donnerstag bekanntgegeben. DiCaprio werden durch den Erfolg bei den Globes große Chancen eingeräumt, seinen ersehnten ersten Oscar zu gewinnen.

In der Kategorie "Komödie" setzte sich das Weltraumepos "Der Marsianer - Rettet Mark Watney" von Regisseur Ridley Scott (78) gegen die Konkurrenz durch. Für das schwarzhumorige Werk gab es die Auszeichnung als beste Filmkomödie. Außerdem wurde Matt Damon als bester Hauptdarsteller (Komödie) geehrt. Bester Animationsfilm ist "Alles steht Kopf" über das Innenleben eines Mädchens. Denzel Washington (61) nahm den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk entgegen.

"Carol" großer Verlierer


Als Favorit war das Liebesdrama "Carol" nach der Romanvorlage von Patricia Highsmith mit fünf Nominierungen ins Rennen gezogen. Doch der Film mit den Cate Blanchett und Rooney Mara über eine lesbische Liebe in den 50ern ging leer aus.

Die Gala wurde moderiert vom britischen Komiker Ricky Gervais. Er unterhielt die Gäste mit seinen bissigen Kommentaren und Witzen über Prominente wie Donald Trump und Sean Penn.
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