Flüchtlingsproblem: Legende von St. Martin bewusst leben

Zum Gedenktag an den Heiligen Martin:

Nächstenliebe - die Legende von St. Martin: Im November wird wieder in den Kindergärten, Schulen und Kirchen St. Martin gefeiert. Wie jeder weiß, hat dieser Mann seinen Mantel mit einem Armen geteilt. Wäre es nicht an der Zeit, diese Legende bewusst zu leben? Die Flüchtlingswelle wäre eine gute Gelegenheit für Kirche, Gemeinden, die Allgemeinheit, zu zeigen, dass es auch in der heutigen Zeit noch Nächstenliebe und Barmherzigkeit gibt.

Vor allem sehe ich die Kirchen und Klöster gefordert, endlich Zeichen zu setzen. Auch Städte und Gemeinden. Es gibt so viel leerstehenden Wohnraum, der vor sich hin gammelt. Ferienwohnungen, die die meiste Zeit leer stehen. Warum startet man nicht einen Aufruf an Handwerker, Firmen, die sich bereiterklären würden, bei der Sanierung zu helfen. Rentner oder Arbeitslose, denen die Decke auf den Kopf fällt und sich vielleicht gern handwerklich betätigen würden. Pensionierte Lehrer könnten Deutschunterricht geben, Rentner Fahrdienste übernehmen.

Wir alle stehen vor einer großen Herausforderung. Es liegt nicht in der Macht des kleinen Mannes, die Lage in Syrien zu ändern, das muss die große Politik endlich tun. Aber wir können den Menschen, die alles verloren haben, ein Lächeln und Zeit schenken. Wir Asylhelfer tun das von Herzen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an, im Sinne von St. Martin. Deutschland hat das nach dem Zweiten Weltkrieg auch geschafft.

Rita Steinkohl, Asylhelferin,95688 Friedenfels
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