Folgen des Zika-Virus
Papst-Äußerung zu Verhütung „angemessen und richtig“

München. Die Reform-Initiative "Wir sind Kirche" befürwortet die Einschätzung des Papstes, dass bei einer Bedrohung durch das Zika-Virus künstliche Verhütungsmethoden einleuchtend seien. "Es ist gut, wenn der Papst in diesem Fall künstliche Verhütungsmittel nicht ausschließt", sagte Christian Weisner, Sprecher von "Wir sind Kirche", am Freitag. "Ich halte es für angemessen und richtig, dass Papst Franziskus sich differenziert in dieser komplexen Situation äußert." Papst Franziskus hatte künstliche Verhütungsmethoden im Fall einer Bedrohung wie durch das Zika-Virus nicht mehr strikt ausgeschlossen. Verhütung sei "nichts absolut Böses" und in einigen Fällen - wie einer drohenden Zika-Infektion - sogar einleuchtend. Abtreibung lehnte der Papst jedoch auch in solchen Fällen ab. Das Zika-Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen zu verursachen.

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