Forscherinnen-Camp der BHS Corrugated in Weiherhammer erhält Beifall
Technik keine Männerdomäne

Das Forscherinnen-Camp bei der BHS war ein großer Erfolg. Stolz präsentierten die Schülerinnen dem staunenden Publikum die Brückenkonstruktionen. Sie demonstrierten, wie Wellpappe optimal genutzt werden kann. Die Prototypen dienen der BHS für einen Kundenwettbewerb. Bild: sbü:

Das könnten die Ingenieurinnen von morgen sein: Bayernweit sind 100 Schülerinnen aus Gymnasien für eine Woche in diese Rolle geschlüpft. Bei der BHS Corrugated in Weiherhammer gab es ein Forscherinnen-Camp. Bei der Abschlussfeier gab es gab Bewunderung und Beifall.

Weiherhammer. (sbü) 53 Kilogramm trug die eine Brücke aus Wellpappe und 56 Kilo die zweite. Begeistert präsentierten zehn Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen ihre Arbeiten, die sie im Team innerhalb einer Woche gemeinsam geschafft haben. "Konstruktion einer Brücke aus Wellpappe", hieß die Aufgabe beim Forscherinnen-Camp der BHS Corrugated in Weiherhammer. Und alle Besucher der Abschlussfeier staunten, was Schülerinnen ohne Vorkenntnisse leisten können.

Eine Woche Ingenieurin

Dass Frauen für technische Berufe genauso gut geeignet sind wie Männer, das bewiesen die Schülerinnen überzeugend. Und dass aus allen dann tatsächlich Ingenieurinnen werden, das hoffen die Veranstalter des Projekts "Forscherinnen-Camp - eine Woche lang Ingenieurin sein". Die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber und das Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft engagieren sich mit diesen Projekten, um den beruflichen Nachwuchs im technischen Bereich zu sichern.

Auch das bayerische Wirtschaftsministerium beteiligt sich an der Förderung. "Diese Projekte sind sehr effektiv, der Nachweis ist erbracht", bestätigte Professorin Christiane Hellbach von der OTH Weiden-Amberg. Sie hat als Hochschul-Frauenbeauftragte die Probanden während der gesamten Woche begleitet. Hellbach verwies auf eine Studie, nach der "75 Prozent der am Forscherinnen-Camp beteiligten Schülerinnen ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen wollen". Diese Maßnahmen seien deutlich erfolgreicher als andere Projekte der Berufsorientierung.

"Bewahrt euren Enthusiasmus"

Während der gesamten Woche gab Professor Dr. Michael Wehmöller von der OTH-Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen wissenschaftlichen Rat, und Ingenieure der BHS standen auch zur Seite. "Bewahrt euren Enthusiasmus", rief Wehmöller den Schülerinnen zu. Diese betonten bei der Präsentation ihrer konstruierten Brücken, "dass sie die Probleme weitgehend selbstständig gelöst haben". "An manchen Abenden hatten wir fast schon resigniert, aber im Team gab es immer wieder neue Ideen, und es ging weiter", berichtete Antonia im Schlusswort.

Nicht nur technische Fähigkeiten wurden gelernt, sondern auch "Teamfähigkeit, kreatives Denken, Problemlösefähigkeit und Präsentationstechniken sind geübt worden", sagen die Veranstalter. Professor Wehmöller gab den Schülerinnen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung noch weitere Empfehlungen . "Traut euch, auch Fehler zu machen, aber zieht aus den Fehlern dann die richtigen Schlüsse", riet er. Schließlich wurden alle Teilnehmerinnen einzeln aufgerufen und bekamen unter viel Befall ihr Zertifikat überreicht.
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