Frischer Fahrspaß mit Fön

Der Audi TT Roadster liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße - dank Allradantrieb, eines niedrigen Schwerpunkts, einer günstigen Gewichtsverteilung und eines exzellenten Fahrwerks. Bild: Audi

Welche Sportwagen-Gene Audi dem TT der dritten Generation mit auf dem Weg gegeben hat, konnte man ja bereits beim Coupé ausgiebig erfahren. Auch der knackige Roadster liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße.

Die kleine Portion mehr an Genuss hinter dem Lenkrad liefert nicht nur die Sonne im Cockpit und der Wind in den Haaren, sondern auch die Fahrgeräusche und der Motorsound. Beides dringt ungefiltert ans Ohr. Besonders das kurze Schnalzen im Auspuff nach dem Gangwechsel dürfte die Herzen der Sportwagen-Freaks höher schlagen lassen.

Man kann im TT Roadster jedoch auch gemäßigt unterwegs sein, den Zweisitzer quasi als Cruising-Car für die Kaffeefahrt nutzen. Die sparsamste Möglichkeit (4,3 l/100 km) bietet hier der Zweiliter-TDI, immerhin 184 PS stark, und mit 380 Newtonmeter mit dem gleichen Drehmoment versehen wie das Topmodell der Baureihe, der TTS. Er schickt satte 310 PS ins Getriebe. Die goldene Mitte und vermutlich auch das Volumenmodell dürfte jedoch der TFSI mit 230 PS sein. Sein Zweiliter-Turbo-Vierzylinder glänzt ebenfalls mit Kraft in allen Lebenslagen und marschiert munter hoch bis zur abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Ab Werk ist der TT Roadster 2.0 TFSI mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgestattet. Noch schneller aber greifen die Zahnräder mit der S-tronic, dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, ineinander. Mit ihm ist die Quattro-Variante serienmäßig bestückt.

Wie beim Vorgänger haben die Designer dem Roadster erneut eine äußerst knapp geschnitten Mütze aufgesetzt. Elektrohydraulisch verschwindet das Verdeck auf Knopfdruck in nur zehn Sekunden, was auch dem überraschendsten Gewitterschauer den Schrecken nimmt. Und die Auf-und-Zu-Prozedur funktioniert jetzt sogar bis zu 50 km/h. Wer auch bei sonnigen Wintertagen im offenen TT unterwegs sein will, dem sei zum einen das Windschott empfohlen, zum anderen auch die Sportsitze mit den integrierten Kopfstützen. Nur sie lassen sich optional mit einen Fön ausstatten, der herrlich warme Luft in den Nacken pustet. Puristen werden da sicher verständnislos den Kopf schütteln.

Nicht ganz hält Audi am alten Preis fest. Der TT Roadster als 2.0 TFSI (Frontantrieb, Sechsgangschaltung) startet jetzt bei 37 900 Euro. Schaut man in den Ausstattungskatalog sollten 50 000 Euro Minimum kalkuliert werden. Nicht eben wenig, aber für einen Alltagssportwagen dieses Kalibers sicherlich nicht zu viel.
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