Fünf Schwerverletzte in Hagen
Illegales Rennen mit Folgen

Bei einem illegalen Autorennen in Hagen sind fünf Wageninsassen schwer verletzt worden, darunter ein kleiner Junge. Bild: dpa

Hagen. Nach einem schweren Unfall bei einem illegalen Autorennen in Hagen schwebt ein Junge (6) in Lebensgefahr. "Wir machen uns sehr große Sorgen", sagte der Leiter der Hagener Verkehrsdirektion, Michael Hoffmann, am Freitag. Der Junge hatte mit seiner Schwester (11) und seiner Mutter im Auto gesessen, als ein Auto am Donnerstagabend plötzlich mit hoher Geschwindigkeit auf ihre Fahrbahn schoss und einen Frontalzusammenstoß verursachte.

Die Polizei wirft dem 46-jährigen Fahrer vor, sich in unmittelbarer Nähe des Polizeipräsidiums mit einem 33-Jährigen ein Beschleunigungsrennen geliefert zu haben. Schwester und Mutter des Sechsjährigen sowie der Fahrer eines weiteren Wagens wurden schwer verletzt. Der 46-Jährige brach sich ein Bein. Der 33-Jährige flüchtete, stellte sich aber später.

Spontane Verabredung


Die beiden mutmaßlichen Raser sollen den Unfall auf einer vierspurigen Tempo-50-Straße verursacht haben. Sie hätten nebeneinander an einer roten Ampel gestanden und sich möglicherweise spontan zu dem Rennen verabredet, sagte Hoffmann. Die beiden Männer seien mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen - möglicherweise knapp unter 100 Kilometer pro Stunde, schätzte Hoffmann. Die genaue Geschwindigkeit werde mit Daten aus der Fahrzeugelektronik ermittelt.

Zum Unfall kam es laut Polizei nach etwa 600 Metern Fahrstrecke nach einer Rechtskurve. Als eine 76-jährige Autofahrerin mit ihrem Kleinwagen am Fahrbahnrand losfuhr, wollten die Männer nach ersten Erkenntnissen ausweichen. Der 46-Jährige geriet den Ermittlungen zufolge dabei in den Gegenverkehr.
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