Fünf Tipps für das Anschreiben
Fakten statt Floskeln

Das Anschreiben liegt am Anfang der Bewerbungsmappe - allein deshalb sollte es einen guten Eindruck machen. Doch anders als beim Lebenslauf fällt die Formulierung vielen schwer. Karriereberater Thomas Bähren erklärt die vier größten Patzer im Anschreiben - und wie Jobsuchende sie vermeiden:

Langweiliger Anstieg: "Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige" - so beginnen viele ihr Anschreiben. Das ist nicht unbedingt ein erster Satz, der dem Personaler Lust auf mehr macht, sagt Bähren. Besser sei, hier bereits einige wichtige Fakten zum Jobsuchenden unterzubringen wie "Als gelernte Bürokauffrau mit zehn Jahren Berufserfahrung passe ich auf Ihre Stelle".

Aneinanderreihen von Eigenschaften:Teamfähig, flexibel, zuverlässig - solche Attribute sind nicht mehr als Luftblasen. Auch wenn auf Jobsuchende alles zutrifft: Am Ende der Bewerbung wird nichts davon dem Personaler in Erinnerung bleiben, wenn sie das nicht mit Fakten untermauern. Besser wirkt häufig: "Ich habe Veranstaltungen mit 500 Kunden gemanagt - das Organisieren gehört zu meinen Stärken."

Ellenlange Ausführungen: Das Anschreiben ist am besten nicht länger als eine Seite. Nur wenige Personaler machten sich die Mühe, längere Ausführungen zu lesen, sagt Bähren. Zu kurz darf der einführende Text aber auch nicht sein: Ein Anschreiben mit nur fünf Zeilen sei zu kurz.

Lebenslauf wiedergeben: Aus Verlegenheit neigt mancher Jobsuchender dazu, im Anschreiben den Lebenslauf nachzuerzählen. Das ist überflüssig. Im Anschreiben sollten Bewerber darlegen, warum der Job zu ihnen passt. Wichtig ist, in der Stellenanzeige genau zu schauen, was gefragt ist. Im Anschreiben legen sie dann dar, was ihre bisherigen Aufgaben sind - und warum sie dadurch genau zu der Stelle passen. (dpa/tmn)
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