Für die Wintersportler lohnt sich ein Abstecher auf Langlaufskiern nach Goldbach l
In Bayern und Böhmen zu Hause

Seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Förderkreis für die Silberhütte und dem Skiclub aus dem tschechischen Zlaty potok (Goldbach). Ein zehn Kilometer langer Rundkurs ermöglicht es auch jenseits der Grenze dem Skilanglauf zu frönen und in der Goldbachhütte Rast zu machen.

Die Geschichte von Goldbach reicht Jahrhunderte zurück, wobei das schon lange nicht mehr bewohnte Fleckchen Erde schon vor dem Krieg ein attraktives Ausflugsziel darstellte. Die Anhänger des Wintersports suchten im nordbayerischen Raum nach einem passenden Gelände.

Der Grenzkamm des Böhmerwaldes bot ideale Voraussetzungen. In Sonderzügen - bis aus dem Nürnberger Raum - kamen an Wochenenden Tausende Menschen in Flossenbürg an. Von hier zogen sie auf den Brettern hinauf zur Silberhütte und weiter ins Böhmische. Förderkreisvorsitzender Rudi Pannrucker kennt die Geschichte von Goldbach gut. Seine Unterlagen reichen bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Damals kam es zu Konkurrenzkämpfen zwischen den Glashütten in Goldbach und in Waldheim. Die Waldheimer steckten die Gebäude der Nachbarn kurzerhand in Brand - und das gleich zwei Mal. 1894 war Schluss mit der Glasproduktion und mit Goldbach, das zur Blütezeit 261 Einwohner zählte. Deutlich zu erkennen sind noch die Ruinen eines langgestreckten Gebäudes, das früher als Unterkunft für die Arbeiter und später als Schule diente.

Mit Gold hat Goldbach im Übrigen nichts zu tun, außer dass die Steine im Bach verlockend glitzern. 1708 ließ Fürst Lobkowitz in der Umgebung nach dem Edelmetall graben.

1906 dann erneut ein gewisser Wilhelm Kraus. Beide Versuche endeten nicht im erhofften Reichtum, sondern im Misserfolg. Dennoch, und darüber sind sich die Chronisten einig, zählt Goldbach zu den schönsten Fleckchen Erde im Tachauer Heimatkreis.
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