Für Kundenbesuch gewappnet: Ein sauberes und aufgeräumtes Büro ist Pflicht
Auf "blinde Flecken" achten

(dpa/tmn) Dutzende Fotos hängen am Bildschirm, und die Tischplatte zieren Kaffeeflecken: So ein Arbeitsplatz macht auf Kunden keinen guten Eindruck. Dabei muss das Büro nicht unpersönlich aussehen. Auf ein paar Punkte sollten Beschäftigte ihr Augenmerk aber richten. Ein sauberes und aufgeräumtes Büro ist Pflicht, wenn Mitarbeiter Kundenbesuch bei sich empfangen. "Regiert das Chaos, fragt sich mancher: ,Wie geht der wohl erst mit meinen Sachen um?'", sagt die Etikette-Trainerin Agnes Jarosch aus Stuttgart.

Das Tückische ist, dass Beschäftigte unangenehme Kleinigkeiten in ihrem Büro häufig nicht mehr wahrnehmen. "Man hat blinde Flecken, die man nicht sieht, weil man jeden Tag dort arbeitet", warnt Jarosch. Sie empfiehlt, vor jedem Kundenbesuch einen Schnellcheck zu machen:

Sind vertrauliche Unterlagen weggeschlossen? Berufstätige vergewissern sich am besten vor dem Besuch kurz, was der Kunde auf dem Schreibtisch und im Regal sehen kann. Auf keinen Fall dürfe der Besucher Einsicht in vertrauliche Daten von anderen bekommen. "Akten oder Unterlagen von anderen Kunden gehören weggeschlossen", rät Jarosch.

Ist am Schreibtisch alles an seinem Platz?Einen guten Eindruck erwecken Arbeitstische, auf denen alles seine Ordnung hat: Stifte stehen in der Stiftebox, lose Blätter liegen in einer Ablage. Die Jacke hänge besser in der Garderobe als über dem Bürostuhl, sagt Jarosch. Wer den Schreibtisch so aufgeräumt halte, sei häufig auch in anderen Punkten gut organisiert.

Sind maximal zwei private Andenken zu sehen? Viele Arbeitnehmer stellen gerne Fotos von ihrer Familie am Arbeitsplatz auf. "Das ist auch in Ordnung", sagt Jarosch. Jedoch nur, solange die privaten Andenken nicht zu viele werden und es chaotisch aussieht. Sie rät dazu, nicht mehr als zwei Fotos oder Figuren aufzustellen.

Fällt einem selbst vielleicht etwas gar nicht mehr auf? Manchmal werden Arbeitnehmer auch in punkto Ordnung betriebsblind. Jarosch rät dazu, mal einen guten Freund zu bitten, ins Büro zu kommen. Der könnte dann checken, ob er etwas Unangenehmes bemerkt - zum Beispiel bei der Temperatur oder der Ausschilderung im Büro oder auch, ob etwas unangenehm riecht.
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