Fußball spielen klappt immer

In einer Fußballmannschaft in der Stadt Berlin spielen Kinder aus verschiedenen Ländern miteinander. Und das, obwohl sie viele unterschiedliche Sprachen sprechen und sich manchmal kaum verstehen.

Damian steht auf dem Fußballplatz. "Gol", schreit er plötzlich, als eines der Kinder aus seiner Mannschaft ins Tor schießt. "Gol" heißt Tor. Damian reißt die Arme in die Luft und freut sich.

Aus Südost-Europa

Damian ist sieben Jahre alt. Er kommt aus dem Land Serbien im Südosten Europas. Dort sprechen die Menschen die Sprache Serbisch. "Gol" ist ein serbisches Wort.

Die meisten seiner Mitspieler verstehen Damians Sprache nicht. Sie kommen aus vielen anderen Ländern - zum Beispiel aus dem Irak oder aus Syrien. Die beiden Länder liegen auf dem Kontinent Asien.

Gemischtes Team

Doch nicht nur weil so viele verschiedene Kinder zusammen Fußball spielen, ist die Damians Mannschaft etwas Besonderes. In dem Team in der Stadt Berlin kicken Kinder aus Deutschland. Andere Spieler leben dagegen erst seit ein paar Wochen oder Monaten in Deutschland. So wie Damian.

Ihre Familien sind nach Deutschland geflüchtet. In ihrer Heimat herrschen zum Teil Krieg und Gewalt. Menschen werden angegriffen und verletzt oder umgebracht. Genug zu Essen gibt es oft auch nicht. Oder aber die Menschen finden in ihrer Heimat keine Arbeit. Die Familien hoffen, dass sie in Deutschland keine Angst und keinen Hunger mehr haben müssen.

Damian hat schon in Serbien Fußball gespielt. "Ich wollte auch hier spielen", sagt er. Obwohl es auf dem Fußballfeld ein ganz schönes Wirrwarr von verschiedenen Sprachen gibt, klappt das Fußballspielen gut.

Matthew ist elf Jahre alt und gehört auch zur Fußball-Mannschaft. Er lebt schon immer in Deutschland. Deshalb hilft er den anderen Kindern. "Ein paar der anderen Kinder sprechen schon ein paar Wörter Deutsch", sagt er. "Und wenn mich einer nicht versteht, zeige ich einfach, was ich will." Will er zum Beispiel, dass jemand schießt, zeigt er auf seinen Fuß und den Ball.

Hauptsache Spaß

Als das Spiel vorbei ist, sitzen die Kinder auf dem Rasen. "Wer ist Torschützenkönig geworden?", fragt ein Junge. Damian überlegt und zählt die Tore: "Eins, zwei, drei..." Bei der Zahl Vier fällt ihm das deutsche Wort nicht ein. "Vier", hilft Matthew ihm. Dann sagt er: "Ist aber auch egal. Hauptsache, wir hatten Spaß."
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