Gärtner in New York

Der Central Park liegt mitten in der Stadt New York. Er ist einer der größten Parks der Welt. Bild: dpa

Mitten in der Stadt New York gibt es einen riesigen Park. Er ist etwa so groß wie 460 Fußballfelder. Dort arbeiten mehr als 50 Gärtner, die sich um die Pflanzen kümmern. Larry ist einer von ihnen. Er ist für einen besonderen Garten im Park zuständig.

Wenn Larry Boes morgens in seinen Garten kommt, sind da oft schon fremde Menschen. Sie sitzen auf den Holzbänken oder laufen die kleinen Wege entlang, die auf einen großen Felsen führen. Manche fragen Larry nach den Blumen oder dem Weg. Er beantwortet alle Fragen geduldig und erzählt über Blumen. Larry ist Gärtner und arbeitet in einem der berühmtesten Parks der Welt: dem Central Park in der Stadt New York im Land USA.

Larry ist dort für einen besonderen Garten zuständig, den Shakespeare Garden. Er wurde nach dem berühmten englischen Dichter und Schauspieler William Shakespeare benannt. Was viele Menschen nicht wissen: Shakespeare schrieb viel über Blumen und andere Pflanzen.

Der Shakespeare Garden ist etwa so groß wie zwei Fußballfelder und liegt ein bisschen versteckt in der Mitte des Parks. In den Beeten stehen kleine Schilder mit Zitaten aus Shakespeares Texten.

Larry ist für alles verantwortlich, was im Shakespeare Garden passiert. Sein Tag beginnt um 7 Uhr morgens. "Als Erstes gehe ich durch den Park und gucke, ob irgendwas schlecht aussieht, kaputt ist oder ob Müll herumliegt", erzählt Larry.

Einen typischen Tag im Garten gibt es nicht. "Der Garten gibt mir vor, was ich zu tun habe", erklärt er. Er muss sich um die Pflanzen kümmern, Zäune reparieren und natürlich neue Blumen anpflanzen. An ein paar Tagen in der Woche kommen Freiwillige, die ihm bei der Arbeit helfen.

Larry liebt seine Arbeit im Central Park. "Es ist ein tolles Gefühl, mitten in der Stadt in der Natur zu arbeiten", erklärt er. Eine Herausforderung sind die vielen Besucher. "Es ist ein sehr belebter Ort", erklärt Larry. Er mag deshalb auch Regentage im Park gern. Dann kommen weniger Leute und er kann ungestört arbeiten. "Aber wenn die Besucher sich über den Garten freuen, bin ich glücklich", sagt er.

Vor Larry haben hier fünf andere Gärtner gearbeitet. Jeder hat mit dem Garten gemacht, was er am schönsten fand. "Es ist ein bisschen so wie bei dem Garten eines Hauses, das immer wieder verkauft wurde", erklärt Larry. Natürlich beschäftigt er sich auch mit Shakespeare. "Ich lese viel und versuche herauszufinden, wie der Garten noch besser und schöner werden kann", erzählt er.

Eine Pflanze darf nur in den Garten, wenn Shakespeare über sie geschrieben hat. So wie neulich der Rhabarber. Larry wollte das Gemüse gern anbauen, seine Vorgesetzte war zunächst nicht so begeistert von der Idee. Doch dann zeigte er ihr die Stelle, in der Shakespeare über Rhabarber schreibt. Und so konnte er ihn doch noch anbauen.
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