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Dachausbau schafft Wohnraum

Aus den Kindheitstagen kennen wir den Dachboden noch als den Raum, wo viel Vergessenes gelagert wurde, wo man sich gut verstecken konnte und wo es immer etwas zu entdecken gab. Das Dach schützte vor Witterung, der Raum darunter wurde vielleicht als Trockenraum oder als Lagerstätte genutzt, aber nicht zum Wohnen.

Das hat sich inzwischen geändert. Steigende Baupreise, technische Neuerungen und ein verändertes Wohnbewusstsein führten bei vielen Hausbesitzern zu der Erkenntnis, dass sich der Dachraum wirtschaftlicher nutzen lässt und sich in ein weiteres Kinderzimmer, einen Hobbyraum oder gar eine komplette zusätzliche Wohnung verwandeln könnte. Wohnen unter dem Dach hat inzwischen einen besonderen Charme und bietet mittlerweile hohen Wohnkomfort. Hinzu kommt: Durch einen Dachausbau ist der Preis für den hinzugewonnenen Wohnraum relativ günstig, weil der Bauplatz quasi schon da ist.

Vor Baubeginn

Ob der Ausbau eines Dachgeschosses genehmigungsfrei ist, hängt von der jeweiligen Landesbauordnung und von dem Umfang des Umbaus ab. Wird bestehender Wohnraum ins Dachgeschoss hinein erweitert, ist der Ausbau meist genehmigungsfrei. Wird allerdings eine Gaube eingebaut oder soll eine komplette neue Wohnung entstehen, wird eine Baugenehmigung benötigt. Dann ist es auch notwendig, dass ein Planer mit einer Bauvorlageberechtigung den Bauantrag erstellt und einreicht.

Dachkonstruktion

Theoretisch können Dächer ab einer Dachneigung von 20 Grad ausgebaut werden. Es sollte aber geprüft werden, ob genügend Fläche mit ausreichender Kopfhöhe zur Verfügung steht. Dächer zwischen 20 Grad und 35 Grad Neigung können zum Beispiel als Gästezimmer ausgebaut werden, eignen sich aber selten für einen ständigen Aufenthalt. Hohen Wohnkomfort bietet der Dachgeschossausbau ab einer Dachneigung von 35 Grad, denn dann ist meist gewährleistet, dass genügend Wohnraum mit einer Höhe von 2,30 Meter zur Verfügung steht. Bei einer Dachneigung ab 50 Grad kann gegebenenfalls sogar eine zweite Wohnebene oder Galerie eingebaut werden.

Aber auch die Art des Dachtragwerkes entscheidet über den Ausbau und die spätere Nutzung. So ermöglichen Sparrendächer den Ausbau eines stützenfreien Dachraums. Da aber die gesamte Dachlast über die Sparren abgetragen wird, ist der Einbau von Fenstern oder Gauben konstruktiv sehr aufwendig, was sich natürlich in den Kosten niederschlägt.

Bei Pfettendächern dagegen wird die Dachlast bei der Standardkonstruktion über Stützen abgetragen, die nicht entfernt werden dürfen. Holzpfosten können einem ausgebauten Dachraum ein rustikales Flair geben, gegebenenfalls, wenn sie mitten im Raum stehen, aber auch störend wirken. Bei der Raumplanung sollte dies deshalb von vornherein mit einbezogen werden. Gegenüber dem Sparrendach hat das Pfettendach den Vorteil, dass großformatigere Öffnungen in der Dachfläche möglich sind. Das erlaubt neben breiten Fensterfronten oder Gauben auch den Bau einer Dachterrasse, die den Wohnwert eines ausgebauten Daches enorm steigern kann.

Tageslicht

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass in den neu geschaffenen Wohnraum ausreichend Tageslicht einfallen kann. Nur so können helle und freundliche Wohnräume geschaffen werden. Im Vergleich zu Dachfenstern bieten Dachgauben hier Vorteile: Zum einen vergrößern sie die Wohnfläche, zum anderen erweitern sie aber auch die Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Fenster der Gauben bieten einen weiteren Vorteil: Sie können ohne großen Aufwand verdunkelt werden, indem auf der Außenseite Rollläden oder Markisen integriert werden. Je nach Dachneigung und örtlichen Vorschriften können unter Umständen auch Dachterrassen in die Dachgauben eingebaut werden. Zu beachten ist dabei, dass der Einbau von Dachgauben meist genehmigungspflichtig ist. Über einzelne Vorschriften sollte sich der Bauherr bei der zuständigen Baubehörde im Vorfeld informieren. (ZVDH)
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