Geben und Nehmen
Briefe an die Redaktion

Zu den Aussagen des OWV-Vorsitzenden Armin Meßner am 6. Juni zur Silberhütte:

Der Förderverein Skilanglauf hat keine Lust mehr, zu den gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorwürfen Meßners Stellung zu nehmen. Wenn Herr Meßner seinen Akku langsam am Ende sieht, sollte er dennoch die Kraft für einen ehrlichen Diskurs aufbringen.

Deshalb nur so viel: Der Ausdruck "marodes Schutzhaus" stammt von Bauexperten (Expertise eines bekannten Architekturbüros, das Herr Meßner kennt) und bezieht sich auf die Substanz des Gebäudes. Den unsinnigen Ausdruck "Wellness-Oase" im Zusammenhang mit der Silberhütte hat Herr Meßner selbst kreiert. Die Expertise geht von einer Kernsanierung des Schutzhauses mit Schaffung zeitgemäßer Übernachtungsmöglichkeiten aus. Also keinesfalls von einer "Wellness-Oase".

Es ist abwegig zu behaupten, der Förderverein hätte das Schutzhaus kaufen wollen und es deshalb schlecht geredet. Der Verein werde sich auch garantiert nicht mehr einklinken, wenn es darum geht, mit seinen Beziehungen dem OWV-Hauptvorsitzenden in einer schwierigen Situation zur Seite zu stehen.

Geschmacklos ist der Vorwurf, der Förderverein habe nur ein einfaches Starthaus und ein gesichtsloses Funktionsgebäude auf die Beine gestellt. Öffentlichkeit und Fachwelt denken darüber ganz anders. Die Silberhütte ist durch die Bemühungen des Fördervereins und seiner Sponsoren, der Regierungen in München und Regensburg, des Forstes und der Stadt Bärnau zur Attraktion für Wintersportler und Wanderer geworden. Von diesen Bemühungen hat auch das Schutzhaus profitiert.

2014 hat sich der Förderverein auf Drängen des Vorstands des OWV-Hauptvereins vom oberen Parkplatz zurückgezogen. Bereits unter dem damaligen Vorsitzenden Dr. Helmut Leupold war ein Angebot des Fördervereins, Parkgebühren von Gästen des Schutzhauses zu erstatten, wieder fallengelassen worden. Der Förderverein sah darin auch ein partnerschaftliches Entgegenkommen für seine aufwendigen Bemühungen, Winterwanderwege (Nurtschweg) mit technischem Gerät zu walzen und durch weitere Dienstleistungen die Attraktivität der Silberhütte zu verbessern. Das versteht der Förderverein unter Partnerschaft, ein Geben und Nehmen. Übrigens ist für das neue Funktionsgebäude durch den Forst kein ganzer Waldabschnitt gerodet worden. Es waren im wesentlichen Bäume, die im Ernstfall (Orkan) das Schutzhaus gefährdet hätten.

Die Öffentlichkeit soll selbst entscheiden, wer für die stark gestiegenen Besucherzahlen auf der Silberhütte verantwortlich ist. Und Herr Messner sollte nicht vergessen, dass viele Mitglieder des Fördervereins auch ihren Beitrag beim OWV bezahlen.

Bleiben wir cool: Wenn Förderverein und OWV manchmal lauter als notwendig über Initiativen auf der Silberhütte streiten, ist das letztlich ein gutes Zeichen. Denn aus Liebe zur Heimat ringen beide um bestmögliche Lösungen.

Manfred GleißnerSprecher des Fördervereins

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