"Geeignetere Objekte frei"
Leserbrief

Unter dem Titel "Verwirrspiel um Nutzung" berichteten wir am Dienstag, 11. August, über ein Haus in Nabburg, das möglicherweise als Unterkunft für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge genutzt werden könnte. Dazu erreichte uns eine Zuschrift, in der es heißt:

"Anfang Juni gab es keine Versammlung zur Vorstellung der geplanten Nutzung, sondern wir wurden zu Kaffee und Kuchen eingeladen, um die neuen Besitzer kennenzulernen.

Da wir alle davon ausgingen, eine neue Familie anzutreffen, waren wir ziemlich überrascht, als uns erklärt wurde, es gäbe künftig in diesem Anwesen eine Einrichtung für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge im Alter von 15 bis 18 Jahren, voraussichtlich aus afrikanischen Ländern. Wir fühlten uns vor den Kopf gestoßen und übergangen, und einige von uns verließen das Treffen vorzeitig.

Gegen das Konzept, den jungen Männern eine Schulbildung und Ausbildung zu ermöglichen, ist nichts einzuwenden. Aber wir fragen uns, warum man für die Unterbringung von jugendlichen Flüchtlingen solch ein Prestigeanwesen in einer gutbürgerlichen Wohngegend benötigt, obwohl geeignetere Objekte frei sind?

Nicht nur ein Mann aus der Nachbarschaft, der am Treffen erkrankt, seine Frau aber anwesend war, sondern acht Anwohner erhoben schriftlich Bedenken. Der erwähnte Anwohner erklärte sich bei einem Nachbarschaftstreffen lediglich bereit, den Schriftverkehr mit den verschiedenen Behörden in unserer aller Namen zu führen.

Wie im Artikel erwähnt, haben wir nichts gegen Flüchtlingsfamilien aus Kriegsgebieten einzuwenden, wir würden sie unterstützen. Die geplante Unterbringung von jeweils zehn jungen Männern, die immer wieder wechseln werden, die aus verschiedenen schwarzafrikanischen Ländern durch Schlepper ins Land gebracht wurden und nun in unserer kleinen Straße mit fünf Ehepaaren und zwei verwitweten Damen angesiedelt werden sollen, löst bei uns jedoch nicht nur Ängste, sondern auch die schlimmsten Befürchtungen aus. Herr Kellermann, Inhaber der ,Keto SAD-Oberpfalz GmbH', hat bei dem Treffen allen Anwesenden erklärt, dass er von dieser Einrichtung absieht, wenn auch nur ein Anwohner dagegen ist! Er selbst habe ein Haus in einer Wohngegend wie der unseren und dafür Verständnis, wenn wir es nicht wollen. Herr Kellermann wurde von uns Anwohnern in einem Schreiben daran erinnert."

Blanka Matter-Maierund Werner Matter,Nabburg

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