"Generation Six"

Weltpremiere für den T6: Mit rund 500 geladenen Gästen aus 30 Nationen hat Volkswagen Nutzfahrzeuge die Neuauflage des "Bulli" gefeiert. Optisch hat sich nicht viel geändert, die Neuerungen stecken unter der Haube. Bild: bz

Der Bulli, das ist so etwas wie der Käfer der Nutzfahrzeuge. Er läuft und läuft und läuft. Ein Auto, das Erinnerungen weckt und als Samba für den Aufbruch ganzer Hippie-Generationen in einen neuen Zeitgeist steht. Die sechste Auflage soll die Erfolgsgeschichte fortschreiben.

Wer hat's erfunden? Nein, ausnahmsweise nicht die Schweizer. Ben Pon, ein holländischer Autohändler, soll mit einer kleinen Skizze in einem Ringbuch den maßgeblichen Anstoß zur Entwicklung des VW Transporters gegeben haben. Das war 1947. Drei Jahre später rollte der erste Kastenwagen auf die Straße. 12 Millionen in allen möglichen Varianten sollten ihm folgen.

Zum 65. Geburtstag stellt VW jetzt also die Neuauflage vor. "Generation Six", das ist wieder eine Baureihe mit vier Typen: Transporter und Caravelle, Multivan und California für Handel und Handwerk, Familie und Freizeit. Der "T6" hat zwar mehr Schick und Power, ist aber im Grunde eine Überarbeitung des aktuellen Modells. Eine tiefgreifende Neukonstruktion wird erst mit dem "T7" in drei Jahren erwartet.

Der Bulli, das ist so etwas wie der Käfer der Nutzfahrzeuge. Er läuft und läuft und läuft. Ein Auto, das Erinnerungen weckt und als Samba für den Aufbruch ganzer Hippie-Generationen in einen neuen Zeitgeist steht. Die sechste Auflage soll die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Bilder: Volkswagen



So baut der neue Transporter auf der bewährten Plattform, präsentiert sich mit einem modernen Gesicht und einer markanten Sicke im Heckdesign. Und die Außenspiegel sind etwas tiefer angesetzt. Die wirklichen Neuerungen aber spielen sich im Innenraum und unter der Haube ab. Da galt das Augenmerk vor allem den vier neuen TDI-Motoren. Die bringen nicht nur mehr Leistung (zwischen 84 und 204 PS) und Drehmoment (bis zu 450 Newtonmeter in der Top-Version), sondern sind jetzt dank geringerer CO2-Emissionen auch fit für Euro 6.

Und im Verein mit dem geringeren Luftwiderstandsbeiwert ergibt alles zusammen eine Verbrauchseinsparung von einem Liter, sprich rund 15 Prozent. Noch im Angebot steht ein Zweiliter-Benzindirekteinspritzer mit wahlweise 150 und 204 PS. Alle Aggregate sind mit Start-Stopp-System ausgestattet und bringen ihre Kraft je nach Leistung entweder über Fünf- oder Sechsgang-Handschaltung oder ein siebenstufiges Direktschaltgetriebe auf die Straße. Selbstredend steht auch wieder der Allradantrieb 4Motion im Angebot.

In Sachen Sicherheit gibt der T6 richtig Gas und holt sich Systeme an Bord, die man zwar aus dem Pkw-Bereich kennt, die aber nicht unbedingt Transporter-Tugenden sind. Da gibt es - meist zwar nur auf Wunsch - die automatische Distanzregelung "ACC" und den radargestützten "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion. Die Multikollisionsbremse und den Müdigkeitswarner, die adaptive Fahrwerksregelung mit drei Gangarten von komfortabel bis sportlich, einen kameragesteuerten "Light Assist" und eine Rückfahrkamera, einen Bergabfahr-Assistenten für die Allradmodelle und eine Gespannstabilisierung. Pkw-Komfort auch im Innenraum mit einer völlig neuen Generation von Radio-Navigationssystemen mit Touchscreen, Bluetooth und Interneteinbindung.

Bestellt werden kann der neue Bulli ab 20. April. Zu den Preisen schweigt sich Volkswagen momentan noch aus. Mit einem Einstand von rund 33 000 Euro wird wohl zu rechnen sein. Ab Juli soll der T6 zu den Händlern rollen. Zum Start gibt es ein Sondermodell "Generation Six" mit einer Vielzahl elektronischer Helferlein und einer Zweifarblackierung als Hommage an den "Samba"-Bus.
Weitere Beiträge zu den Themen: Volkswagen (133)Auto und Verkehr (447)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.