Gericht stellt bei "Supermarkträuber" besondere Schwere der Schuld fest
Lebenslang für brutale Überfälle

Polizisten sichern vor einem Supermarkt in Hannover Spuren. Dort war bei einem Überfall ein Mann erschossen worden. Archivbild: dpa

Hannover/Pegnitz. Nach einer Überfallserie auf Supermärkte in ganz Deutschland ist ein 42-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden - wegen Raubes und Mordes. Bei den Überfällen hatte es einen Toten und mehrere Verletzte gegeben.

In Hannover erschoss der Mann einen 21-Jährigen, der ihn aufhalten wollte, mit zwei Schüssen aus nächster Nähe in Kopf und Oberkörper. Auch in Pegnitz hatte er am 11. Juni vergangenen Jahres einen Supermarkt überfallen.

Die Kammer am Landgericht Hannover sah am Mittwoch bei dem Mann eine besondere Schwere der Schuld. Der Verurteilte kann deswegen frühestens nach 21 Jahren den Antrag stellen, auf Bewährung freizukommen. Im Prozess hatte der Angeklagte bis kurz vor Schluss zu den Vorwürfen geschwiegen. Erst wenige Stunden vor dem Urteilsspruch hatte er dann von manipulierten Beweisen der Polizei gesprochen und eine Beteiligung an den Taten abgestritten. Anhand von DNA-Spuren wurden dem 42-Jährigen aber Taten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern zugeordnet. Mit seinen Überfällen hatte der Räuber monatelang Angst und Schrecken verbreitet. Bei seinen Raubzügen ging er stets nach demselben Muster vor: Immer kurz vor Ladenschluss betrat er den Markt, bedrohte die Kassiererin mit einer Pistole und verlangte Geld.
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