Germanwings-Absturz
Hinterbliebene reichen Klage in den USA ein

Phoenix. Hinterbliebene von Opfern des Germanwings-Absturzes in Frankreich haben am Mittwoch Klage gegen eine Flugschule in den USA vor einem Gericht in Phoenix (Arizona) eingereicht. Das teilte die Anwaltskanzlei Kreindler & Kreindler in New York mit.

Die Flugschule Airline Training Center in Phoenix ist eine Einrichtung der Lufthansa Flight Training GmbH. Germanwings gehört zur Lufthansa-Gruppe. Die Hinterbliebenen von 80 Opfern des Absturzes wollen in den USA die Flugschule haftbar machen, an der der Copilot Andreas Lubitz ausgebildet wurde. Er führte den Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen den Ermittlungen zufolge absichtlich herbei. Es geht um Schadenersatz in Millionenhöhe.

Die Schule hätte von den psychischen Problemen ihres Schülers wissen können und ihn nicht zum Piloten ausbilden dürfen, lautet die Argumentation. Lufthansa und Germanwings lehnen eine Verhandlung des Falles in den USA ab. Die Flugschule sei nachlässig und leichtsinnig gewesen, sagte Rechtsanwalt Brian Alexander.

An der Klage haben mehrere Anwaltskanzleien aus Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien mitgearbeitet, hieß es. Bei dem absichtlich herbeigeführten Absturz im März 2015 kamen 150 Menschen ums Leben.
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