Gesammelt wie die Bienen

Bienen sammeln Nektar. Fünftklässler der Mittelschule Vohenstrauß taten es ihnen nach: Auch sie trugen fleißig zusammen - und zwar jede Menge Informationen über das Leben der nützlichen Insekten. Dazu schwärmten die Buben und Mädchen im Naturerlebnisgarten der Abtei Waldsassen aus.

Vohenstrauß/Waldsassen. Wir, die Klasse 5a der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule Vohenstrauß, nahmen am Projekt "Zeitung macht Schule" teil. Vier Wochen lang lasen wir eifrig den "Neuen Tag" und hielten Kurzreferate über interessante Artikel. Am 11. Juni fuhren wir mit unserer Klassenlehrerin Gertrude Ach und dem Förderlehrer Peter Stuber in den Naturerlebnisgarten der Umweltstation Waldsassen fahren. Das Bayernwerk hatte diese Exkursion ermöglicht.

Harte Arbeit für Honig

Wusstet ihr, dass eine Biene 20 000 Mal ausfliegen muss, um 300 Gramm Honig herstellen zu können, und dass sie ein Drittel ihres Körpergewichts an Pollen und Nektar tragen kann? Das und noch viel mehr über das Leben der Bienen erfuhren wir von Michael Selinger, dem Leiter der Umweltstation.

Gleich zu Anfang durften wir, in vier Gruppen aufgeteilt, in den Garten ausschwärmen und Informationen über Bienen sammeln. Unsere Notizen stellten wir anschließend unseren Mitschülern in einem kurzen Vortrag vor. Nach einer gemeinsamen Gartenerkundung mit Besuch der Bienensauna, die es einmalig in Bayern nur in Waldsassen gibt, spielten wir das "Nektarspiel".

Wir mussten Honig (Wasser) mit einem Becher aufnehmen, zum Bienenstock (Eimer) fliegen (laufen) und ihn dort abgeben. Die Mädchen stellten sich als die erfolgreicheren "Bienen" heraus. Sie hatten den höheren Ertrag in den Stock gebracht. Dann wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Aufgabe der Buben war es, den Lebensweg der Arbeiterbiene szenisch darzustellen. Sie muss die Wiegen putzen, die Brut wärmen, Maden füttern, Waben bauen und Pollen anderer Bienen eintragen sowie den Stock putzen und bewachen. Vom 20. Tag ihres Lebens an sammelt die Biene Nektar. Sie stirbt schon nach etwa 35 Sammelflügen und einem kurzen, sehr arbeitsreichen Leben.

Fleißig "geräuchert"

Die Mädchen erhielten Schutzkleidung und durften sich unter Anleitung von Michael Selinger als Imkerinnen direkt am Bienenstock betätigen. Hautnah konnten sie das geschäftige Treiben der Insekten beobachten. Sie machten die Königin ausfindig und sahen, wie Drohnen schlüpften. Um die Bienen zu beruhigen, musste Lydia immer wieder den Raucher betätigen.

Süßes Dopingmittel

Dann gab es noch etwas für alle Schleckermäulchen der Klasse, nämlich Waben mit frischem, süßem Bienenhonig und Pollen. Jeder durfte sich ein Stückchen abbrechen und dieses "Dopingmittel" genießen.

Der Vormittag verging viel zu schnell. Aber wer weiß, vielleicht hat dieser interessante Tag ja neue Imker hervorgebracht.

von der Klasse 5a derPfalzgraf-Friedrich-Mittelschule Vohenstrauß
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