Geschichtspark Bärnau-Tachov lädt zu einer faszinierenden Zeitreise ein
Mittelalter leben und erleben

Wer den Geschichtspark Bärnau-Tachov schon einmal besucht hat, wird heuer wieder staunen, was alles neu dazugekommen ist - und wer noch nie hier war, darf sich auf ein echtes Erlebnis freuen. Das archäologische Freilandmuseum bei der Stadt Bärnau lädt zu einer faszinierenden Zeitreise in die Welt des Mittelalters ein.

In dem weitläufigen Gelände im Tal der Waldnaab finden die Besucher Gebäude aus der Zeit des 8. bis 13. Jahrhunderts, die sorgfältig und mit den ursprünglichen Methoden und Baustoffen rekonstruiert worden sind.

Die Häuser sind liebevoll eingerichtet und werden bei Veranstaltungen von Darstellern in mittelalterlichen Gewändern bewohnt. Man läuft beim Spaziergang durch die vier Baugruppen durch ein lebendiges Bild des Mittelalters.

Dass zunächst Slawen die Region zur Zeit Karls des Großen besiedelt haben, zeigen ein Dorf und sein heidnischer Opferplatz. Diese Bevölkerung wurde dann bis ins 11. Jahrhundert auf friedlichem Weg ins Deutsche Reich eingegliedert. Die Religion spielte dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Herrschaft, was man an der hölzernen Missionskirche und der beeindruckenden Turmhügelburg gut sehen kann.

Deutsche und Slawen wuchsen zusammen, und in den zwei Baugruppen des Hochmittelalters erfahren die Besucher, wie sich Fortschritte zuerst in den Städten durchsetzten, während auf dem Land noch lange traditionell gewirtschaftet wurde. Der stattliche Bau der Herberge des 13. Jahrhunderts ist Symbol für die Rolle unserer Region als gastliche Station an uralten Verkehrswegen. Die Besucher können diese spannende Epoche beim Besuch der vielen Veranstaltungen erleben. Verschiedene Darstellen präsentieren an den "Bauwochenenden" Handwerk und Hausbau. Die Höhepunkte der Saison sind auch heuer die "Slawentage" sowie das "Kinder- und Familienfest" mit vielen Attraktionen. Beim Aktionstag "Fisch im Mittelalter" vermitteln die Darsteller anschaulich die Bedeutung dieses Themas im Mittelalter.
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