Gestatten: eine königliche Nuss

Sie wachsen an großen Bäumen und sind schwer zu knacken: Walnüsse. Im Sommer sind die Nüsse noch nicht zu erkennen. Dann werden sie noch von einer grünen Schale umgeben. Erst im Herbst kommt die Walnuss zum Vorschein.

Na los, komm schon! Drück zu. Fester. Noch fester! Na, so leicht lasse ich mich nicht knacken. Da musst du dich schon ein bisschen mehr anstrengen. Knaaaack! Du hast es geschafft, du hast mich geknackt. Gestatten: Walnuss ist mein Name.

Eine Berühmtheit

Die Fachleute nennen mich auch "Juglans regia". Das ist lateinisch und bedeutet etwa so viel wie: königliche Nuss. Der Name hat etwas mit meiner Geschichte zu tun. Denn schon in der Antike war ich sozusagen berühmt.

Für die alten Griechen war ich eine göttliche Speise. Ihr höchster Gott war der Gott Zeus. Die Griechen nannten mich deshalb auch "Eichel des Zeus". Doch nicht nur für die Griechen war ich bedeutungsvoll - sondern auch für die alten Römer. Ihr höchster Gott hieß Jupiter. Die Römern nannten mich "jovis glans". Das bedeutet: der Glanz des Jupiters. Und aus dieser ganzen Geschichte entstand mein heutiger Forscher-Name.

In der Adventszeit darf ich auf keinen Fall fehlen. Ich bin ja auch superlecker. Und sehr gesund. Doch wo komme ich eigentlich her? Vielleicht hast du mich schon einmal gesehen? Ohne, dass du es wusstest. Ich wachse nämlich an großen Bäumen. Im Sommer tragen sie grüne Blätter. Im Winter sind sie dagegen kahl.

Die Walnuss-Bäume stehen zum Beispiel oft in Gärten oder in Parks. Manchmal findet man die Bäume auch im Wald. Aber dort können sie nicht so gut wachsen und tragen deshalb auch nicht so viele Früchte.

Denn mein Baum braucht viel Licht. Und Platz! Deshalb steht er oft alleine da. Dann erst kann er seine Krone richtig schön wachsen lassen, zu einer großen Kugel.

Und noch ein paar Dinge mag mein Baum nicht. Zum Beispiel darf es nicht zu kalt, zu nass oder zu windig sein. Wenn es im Frühjahr - zum Beispiel im April - noch Frost gibt, können alle Blüten erfrieren und kaputtgehen. Dann gibt es später auch keine Walnüsse.

Meist aus Amerika

Besonders viele Nüsse werden in Kalifornien angebaut. Das ist in dem Land USA. Dort gibt es große Plantagen mit Walnuss-Bäumen. Viele Nüsse, die in Deutschland gegessen werden, stammen von dort.

Im Sommer kann man mich noch gar nicht richtig erkennen. Dann umgibt mich nämlich eine grüne, fleischige Schale. Erst im Herbst fallen wir gemeinsam vom Baum, und die grüne Schale platzt auf. Nun erst komme ich zum Vorschein: die Walnuss. (dpa)
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