Gewürze und "Düfte" wecken Erinnerungen - und gibt es natürlich auch auf vielen ...
Weihnachtliche Stimmungsmacher

Zimt, Anis, Nelken und Vanille sind in der Weihnachtszeit unverzichtbare Begleiter - nicht nur in der Küche. In Duftkerzen und -lampen, in Potpourris und floralen Gestecken schaffen ihre Aromen eine ganz besondere Atmosphäre.

"Düfte haben den besten Zugang zu den Erinnerungs plätzen des Gehirns", sagt Prof. Hanns Hatt, Zellphysiologe. Dabei gibt es feine Unterschiede in der Wirkung der Düfte: "Exotische Gewürze wie Nelken oder Zimt symbolisieren Wärme und Entspannung", erklärt Hatt. "Zitrusfrüchte hingegen wirken belebend." Auch Nadelbaum-Aromen erfrischen. Sternförmiger Anis, Ingwer, Zimtstangen oder getrocknete Orangenscheiben sind schon optisch so interessant, dass sie nicht einmal ein aufwendiges Arrangement brauchen. Ihr Aroma entfalten sie auch in einem schlichten Glas oder in einer nostalgischen Schale. Duft apfelsinen werden entweder dicht mit Nelken gespickt oder mit weihnachtlichen Motiven aus Nelken verziert.

"Die große Auswahl an Gewürzen ist auch aus der weihnachtlichen Floristik nicht mehr wegzudenken", sagt Brigitte Heinrichs vom Fachverband Deutscher Floristen (FDF) in Gelsenkirchen. Zimtstangen werden zu Pyramiden und Sternen arrangiert oder einfach gebündelt. Mit Nelken werden würzige Kugeln gesteckt, Sternanis wird zu einer dekorativen Kette aufgefädelt. Solche Kunstwerke lassen sich in einen Strauß, ein Gesteck oder den Adventskranz einbinden. An einem Goldfaden aufgezogen oder auf Pappe geklebt, werden aus Gewürzen ungewöhnliche Anhänger für den Christbaum. "Dadurch, dass natürliche Düfte verhältnismäßig schwach sind, können auch größere Mengen von Gewürzen verarbeitet werden, ohne dass es als unangenehm empfunden wird", sagt Heinrichs.

Gewürze kombinieren

Gewürzaromen vertragen sich untereinander, doch nicht alle sind gleich intensiv. Bei der Kombination ist deshalb Fingerspitzengefühl gefordert. "Vor allem die Nelke kann alle anderen Gewürze erschlagen, wenn sie zu großzügig dosiert wird", erläutert Uwe Paap, Gründer des Gewürzmuseums in Hamburg. "Besonders stark duften Gewürze, wenn sie nicht beschädigt sind."

Tannengründuft

Außerdem spiele die Temperatur eine Rolle: In warmen Räumen entfalteten Gewürze ihr Aroma stärker als in kühlen.Wer von einer Tüte Nelken nur einige Knospen verwenden will, bewahrt den Rest am besten trocken und dunkel auf. Neben den Aromen der Gewürze ist auch der harzig-holzige Duft nach Tannengrün und frischen Nadeln in der Weihnachtszeit quasi ein Muss.

Doch Tannengrün ist nicht gleich Tannengrün. Den intensivsten Geruch verströmt die Fichte. "Im warmen Wohnzimmer halten sich Fichtenzweige jedoch nur als Strauß, zum Beispiel in der Bodenvase. Notfalls müssen sie im Laufe des Advent ausgetauscht werden", rät Brigitte Heinrichs. Frische, aromatische Douglas-Tannenzweige nadeln ebenfalls schnell. Für den Kranz sind daher die weniger duftenden Zweige von Edeltannen oder Thuja besser geeignet.

Duftöle

Wer keinen Platz für eine große Bodenvase mit Tannenzweigen hat oder öfter wechselnde Düfte mag, findet in Duftölen eine Alternative. Sie werden meist in Duftlampen eingesetzt. (dpa)
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