Globale Getreideernte größer als erwartet
Aktuelle Situation

Die globale Getreideernte ist größer als erwartet. Der Bestandsaufbau in den Exportländern führt zu Preisdruck bei Getreide. Durch die starke Position der Schwarzmeerländer ist für die Landwirte in der Europäischen Union aktuell ein geringes Exportgeschäft zu verzeichnen. Es besteht Hoffnung auf anziehende Getreidepreise im Winter.

Ein weltweit hohes Milchangebot trifft auf eine konjunkturbedingt stagnierende Nachfrage (insbesondere Asien) und führt zu Preisdruck. Der EU-Milchpreis liegt deutlich unter dem fünfjährigen Durchschnitt. Die Landwirte haben zudem trockenheitsbedingt regional geringere Futterernten eingefahren.

Die Landwirte in Deutschland, Großbritannien und Polen sind mit der aktuellen Geschäftslage deutlich weniger zufrieden als noch im Frühjahr. Dies zeigen die vorläufigen Ergebnisse des Trendmonitors Europa, den die DLG zusammen mit Europas führendem Agrarmarkt-Forschungsinstitut, der Kleffmann Group (Lüdinghausen/Westfalen), aktuell in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen durchgeführt hat.

Insbesondere die Tierhalter sind weniger zufrieden, während die Marktfruchterzeuger die Lage als stabil beurteilen. Hierin spiegeln sich die aktuell niedrigen Erzeugerpreise, die insbesondere Milch- und Schweinehalter unter Druck setzen, wider. In Frankreich ist die Stimmung stabil auf niedrigem Niveau (Wert unverändert bei 3,4). Die staatlichen Maßnahmen zur Entlastung der Tierhalter scheinen die Lage zu beruhigen.

Die Marktfruchterzeuger sind bedingt durch die Rekordernte bei guten Qualitäten zufriedener als die Tierhalter. (DLG).
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