Granaten übertönen die Glocken

Wenn Haubitzen sogar die Kirchenglocken übertönen, stellen sich Fragen, meint ein Leser. Bild: mor
Zum Artikel "Gewohnte Geschosse", der sich in der Ausgabe vom 25. November 2014 mit dem Schießbetrieb auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr befasste:

Grafenwöhr mit seinem Truppenübungsplatz ist nicht nur weltweit bekannt, sondern in unserer Zeit insbesondere vom US-Militär als Garnison mit dem größten Übungsplatz außerhalb der US-Staaten sehr gefragt.

Auf dem Übungsplatz dominieren die US- und andere Streitkräfte der Nato. Auch die Bundeswehr hat dort Gelegenheit, die Ausbildung ihrer Soldaten zu vervollständigen.

Augenblicklich tummelt sich ein Großaufgebot alliierter Verbände und probt vermutlich für einen Kalten Krieg, der angeblich schon begonnen hat. Es rumst, kracht und scheppert, dass den Bewohnern Hören und Sehen vergeht.

Dieser Donnerkrach, verursacht durch Bomben und Granaten, ist aus der Sicht eines US-Offiziers "der Klang der Freiheit". Es muss, wie zu lesen ist, sich die Lärmbelästigung so schlimm gezeigt haben, dass auch das Kirchengeläut mit seinem "Klang des Friedens" nicht mehr wahrgenommen wurde.

Der Klang von Glocken ist aber eine besondere Botschaft ohne Grenzen. Hört man sie nicht mehr, und der Lärm übertönt sie, dann - stellen sich Fragen.

Max Tröster92242 Hirschau
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