Gratulation zur Standhaftigkeit
Briefe an die Redaktion

Beeindruckend ist für den Gegenwind-Vorsitzenden die Haltung des Marktgemeinderats gegen die Windkraftanlagen.

"Bayern ist ein Schwachwindland. Das bedeutet, dass ohne die aus unserem Strompreis entnommene staatliche EEG-Umlage so viel wie kein Windrad sich finanziell rentieren würde. Dies würde auch die Windkraftanlagen in der Gegend des Grenzkammes im sog. Bärnauer Ländchen betreffen, auch wenn dort der Wind ein wenig kräftiger ist, was Teil des Charakters dieser schönen und touristisch interessanten Landschaft ist. Nachdem sich das nach Windrädern sehnende Bärnau seine Bürger um Ahornberg und Ellenfeld allein gelassen hat und in der Hoffnung auf hohen Gewerbesteuer-Ertrag dort zwei Riesenräder bauen ließ, erlebt man nun in der Marktgemeinde Mähring den Gegenpart, also eine Kommune, die fast geschlossen gegen geplante Windkraftanlagen sich ausspricht und auch so geartete Beschlüsse fasst.

An der Spitze steht Bürgermeister Josef Schmidkonz, der die Zeichen der Zeit hinsichtlich des Unsinns der Windkraft gegenüber dem Schaden, den sie anrichtet, schon lange erkannt hat und längst in nachbarschaftlichem Einklang mit der Marktgemeinde Neualbenreuth gegen Windkraftanlagen ankämpft. In Neualbenreuth wurden kürzlich zwischen Bürgermeister Klaus Meyer und dem neuen Oberbürgermeister von Cheb/Eger, Petr Navratil und Michal Pospisil, sehr konstruktive Gespräche im Hinblick auf die Freihaltung des Egerer Stadtwaldes von Windkraftanlagen in der Gemeinde geführt.

Die jüngsten Beschlüsse der Marktgemeinde Mähring sind Beweis, dass diese Gemeindeoberen samt Bürgermeister einen langen Atem haben, den man braucht, wenn man diese unseligen Landschaftsfremdkörper verhindern möchte. Gegenwind Stiftland steht hinter diesen Aktivitäten, gratuliert zu dieser Standhaftigkeit und dankt den Räten für ihre Haltung. Wenn unsere Hilfe gebraucht wird, stehen wir hoch motiviert zur Verfügung. Die 10-H-Regelung, die Bayern als Land wunderbarer Landschaften und aus Rücksicht auf Natur und Mensch beschlossen hat, dies auch mit ein wenig Anschub durch uns und besonders durch unser Mitglied Freiherr Enoch zu Guttenberg, diese Abstandsregelung würde die meisten dieser beantragten Investoren-Geldmaschinen mit ihrem Flatterstrom ohnehin nicht mehr möglich machen."

Albert KöstlerVorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Gegenwind Stiftland" e. V.

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