Grenzenloser Lärm ist kein Muss
Briefe an die Redaktion

Zur Berichterstattung über die Lärmbeschwerden zur Beach-Party schreibt ein Leser:

Vorab: Ich war auch mal jung, und zu feiern, finde ich bis heute toll. Rücksicht ist immer möglich. Es ist für mich keineswegs plausibel, dass Feiern mit grenzenlosem Lärm verbunden sein "muss". Bei einer Schaumparty wird ja auch nicht die ganze Stadt mit Schaum geflutet, sondern man begrenzt ein Areal, das als (neudeutsch) Location ausgewiesen ist.

Die Sorgfaltspflicht liegt hierbei beim Veranstalter, der sich vorab über Wirkungsgrad und Schalldruckpegel seiner Lautsprecheranlage Gedanken machen muss. Notfalls sind Maßnahmen zu ergreifen, das Areal schalltechnisch zu begrenzen. Die Sorgfaltspflicht liegt aber ebenso bei der Ordnungsbehörde. Es ist für mich völlig unbegreiflich, wie nach den anfangs strittigen Erfahrungen mit dem neuen Festplatz nun plötzlich unweit davon eine Open-Air-Musikveranstaltung bis (!) 3 Uhr nachts ohne Lärmschutzauflagen genehmigt werden konnte. Will da jemand die Schmerzgrenze der Anwohner austesten? Muss es wirklich zu einer breit angelegten Bürgerinitiative kommen, die Rücksicht und Vernunft einfordert und gewährleistet? Oder sind die verantwortlichen Veranstalter und die zuständige Ordnungsbehörde selbst auch dazu in der Lage?!

Die Frage stellt sich nicht erst aktuell mit der Beachparty, die ein tolles Event gewesen sein mag.

Richard Hurzlmeier, Weiden

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