Große Lösung statt drei Feuerwehren

Zum Artikel "Mehr Platz für die Feuerwehr" in Kümmersbruck:

Josef Flierl spricht in besagtem Artikel mit der Zusammenlegung der drei Kümmersbrucker Feuerwehren ein heißes Eisen an, das heute wenigstens schon einmal, wenn auch nur unter vorgehaltener Hand, diskutiert wird. Bereits vor 30 Jahren äußerte ich als frisches und damit unbedarftes Gemeinderatsmitglied mein Unverständnis darüber, dass sich eine damals noch nicht mal 10 000 Einwohner zählende Gemeinde drei voll ausgestattete Feuerwehren leistet, für deren laufenden Unterhalt im Haushalt jährlich die notwendigen Mittel drei Mal bereitgestellt werden mussten.

Als ich meine Bedenken vorbrachte und darauf hinwies, wie eine Bündelung der kommunalen Leistungen für eine einzige Wehr nicht nur eine Ersparnis im Unterhalt bedeute, sondern auch die Möglichkeit erschloss, diese eine Feuerwehr dann optimal auszustatten, wurde ich entrüstet zurechtgewiesen. Die historisch gewachsenen Strukturen könnten nicht so ohne Weiteres geändert werden. Das gäbe nur Ärger und die Bürger hätten diese Aufteilung akzeptiert.

Ob allerdings die Bürger es akzeptieren wollen, dass an einem für eine geplante Erweiterung der Gärmersdorfer Feuerwehr ziemlich ungünstigen Ort auch noch 300 000 Euro investiert werden sollen, darüber kann spekuliert werden. Zumal über eine Zusammenlegung der Wehren schon diskutiert werde. Ich kann dem Kommentar von Heike Unger zu diesem Thema nur zustimmen, die dafür plädiert, schon jetzt "ein künftiges Miteinander mit einzuplanen". Warum sollte man eigentlich noch 10 bis 15 Jahre warten und weitere Finanzmittel investieren, statt mutig an die große Lösung heranzugehen?

Freya ZobelKümmersbruck
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