Gute Erfahrung mit dem Experience
Fahrbericht: Seat Leon Experience

Mit dem Leon Experience hat Seat einen Kombi der Kompaktklasse im Programm, der im gleichen Segment antritt wie Skoda Oktavia Scout oder der jüngst vorgestellte VW Golf Variant Alltrack. Das heißt: Eher brave Kombis erhalten durch Gelände-Applikationen wie seitliche Planken und Unterfahrschutz vorne wie hinten einen Hauch von Naturburschen-Charme. Zwar verfügen sie über Allradantrieb, echte Kraxler sind sie aber nicht. Dafür sind sie auch zu schade.

So empfiehlt sich der um 15 Millimeter höher liegende Experience für Winter- und Wassersportler, die es schon mal mit rutschigem Untergrund zu tun bekommen, in der Regel aber auf gut befestigtem Terrain ihre Kilometer abspulen. Und das kann der auf dem Leon basierende Experience richtig gut. Der 150-PS-Diesel aus dem VW-Konzern erweist sich in Verbindung mit der 6-Gang-Schaltung als sparsamer und kräftiger Partner. Seat gibt 4,9 Liter Normverbrauch an, im Testmittel waren es 7,0 Liter Diesel. Wir waren auf Autobahn und Landstraße ebenso unterwegs wie auf der Kurzstrecke. Wer sich Mühe gibt, kann den Experience sicher auf Werte um die sechs Liter drücken.

Das Fassungsvermögen des sportlich gezeichneten Spaniers liegt auf Klassen-Niveau. Knapp 600 Liter passen in den Kofferraum, genug für die große Reise. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, und auch Ablagen sind reichlich vorhanden. Das Navigationssystem kostet zwar nur 690 Euro Aufpreis, lässt sich bei der Routenberechnung aber lange Zeit. Hier hinkt Seat der Konkurrenz hinterher, auch was die Größe des Bildschirms anbelangt.

Schon ab Werk statten die Spanier den Gelände-Kombi mit Start-Stopp-System, Tempomat, Doppelauspuff, Media-System, Leichtmetallrädern und Berganfahrassistent aus. Eine elektronische Differenzialsperre sorgt für Traktion in schwierigen Lagen. Für weniger als 30 000 Euro ist der Experience eigentlich komplett. Wer - wie im Testwagen - weitere Optionen wählt, kann sich über eine sehr moderate Preisgestaltung freuen. So kostet beispielsweise das Abstandsradar (unser Lieblings-Extra) nur 560 Euro, und Voll-LED-Lichter gibt es bei Seat schon für 1190 Euro. Da langen andere Hersteller wesentlich kräftiger hin.
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