Harrys Potters Lehrer ist tot
Charakterdarsteller Alan Rickman gestorben

Ob Kostümfilm-Held, mystischer Zauberer oder depressiver Intellektueller: Alan Rickman glänzte in jeder Rolle. Mit 69 ist der Charakterdarsteller nun gestorben. Fans und Kollegen trauern um den Briten.

London. Die Schurkenrolle in "Stirb langsam" machte ihn berühmt, als Severus Snape piesackte er Harry Potter: Der britische Schauspieler Alan Rickman erlag einem Krebsleiden. Das teilte seine Familie am Donnerstag mit. "Es ist nicht in Worten auszudrücken, wie schockiert und am Boden zerstört ich bin, von Alan Rickmans Tod zu hören", schrieb Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling (50) auf Twitter. "Er war ein großartiger Schauspieler und ein wundervoller Mann."

Rowling hatte Rickman stets als Traumbesetzung für die Rolle des Zauberlehrers bezeichnet. Daniel Radcliffe (26), Hauptdarsteller der "Harry Potter"-Filme, erinnerte sich in einem bewegenden Statement an den Dreh: Rickman habe ihn am Set wie einen Ebenbürtigen behandelt - nicht wie ein Kind. "Mit ihm in so einem prägenden Alter zu arbeiten, war enorm wichtig, und ich will das, was er mir beigebracht hat, für den Rest meines Lebens und meine Karriere bei mir tragen."

Der gebürtige Londoner gehörte zu den profiliertesten britischen Schauspielern seiner Generation. Er spielte in unzähligen Theaterstücken und Filmen mit. Den Durchbruch in Hollywood schaffte er 1988 im Blockbuster "Stirb langsam", als deutscher Widersacher von Bruce Willis.

Ungeheuer vielseitig


1946 als Sohn eines Fabrikarbeiters geboren bewies er im Laufe seiner Karriere seine Wandelbarkeit und war in so Werken wie dem Historiendrama "Sinn und Sinnlichkeit", der Fantasysatire "Dogma" oder der Weihnachtskomödie "Tatsächlich... Liebe" zu sehen. Außerdem drehte er mit namhaften Regisseuren wie Tim Burton ("Sweeney Todd"). Auch auf den Theaterbühnen wurde Rickman gefeiert. So spielte er etwa in Henrik Ibsens "John Gabriel Borkman" sowie in "Cleopatra". Rickman gewann zahlreiche internationale Auszeichnungen. 1997 erhielt er den Golden Globe für seine Leistung in der TV-Miniserie "Rasputin".
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