Hausbesitzer können für eine Energieberatung nun höhere Förderungen nutzen
Zuschuss für den Durchblick

Spätestens der Blick auf die letzte Öl- oder Gasabrechnung gibt vielen Hausbesitzern den Anstoß, über eine energetische Modernisierung nachzudenken. Aktionismus ist dabei aber fehl am Platz.

"Eine gute Planung ist die halbe Miete. Von einer Dämmung im Do-it-yourself-Verfahren sollte man Abstand nehmen und die Arbeit den Profis überlassen", sagt beispielsweise Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Der erste Weg sollte zu einem unabhängigen Energieberater führen, der eine Bestandsaufnahme vornimmt und die wirksamsten Maßnahmen vorschlägt. Für diese sogenannte vor-Ort-Beratung können Eigentümer nun deutlich höhere Zuschüsse in Anspruch nehmen.

Doppelte Maximalförderung

Finanziell gefördert wurde eine Energieberatung auch schon vorher. Seit März 2015 sind die Beiträge deutlich gestiegen - für Ein- und Zweifamilienhäuser etwa hat sich der maximale Zuschuss von 400 auf nunmehr 800 Euro verdoppelt.

"Die Entscheidung, professionellen Rat bei der Sanierung in Anspruch zu nehmen, sollte damit vielen Altbaubesitzern noch leichter fallen", sagt Dr. Hartmut Schönell, Geschäftsführer des Industrieverbands Hartschaum (IVH). Besonders praktisch: Auch die Beantragung der Förderung übernimmt der Energieberater. Bearbeitet und ausgezahlt werden die Beratungszuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Was viele nicht wissen: Eine nachträgliche Wärmedämmung hilft nicht nur in der Heizsaison beim Energiesparen, sondern kann im Sommer zugleich den Hitzeschutz verbessern. Das Raumklima wird also insgesamt positiv beeinflusst. Und auch zu einem höheren Schallschutz kann eine Dämmung beitragen - vom langfristigen Werterhalt der eigenen Immobilie ganz abgesehen. (djd)
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