Hautunverträglichkeit und wie man damit umgeht - Gesundheitstipp von Fachkosmetikerin Christa ...
Ist ja reizend!

In den letzten Jahren haben sich Hautunverträglichkeiten und Allergien ungefähr verdoppelt. Eine von der Universität Jena durchgeführte Befragung zur Häufigkeit von Hautkrankheiten belegt diesen Trend. Fast jeder zweite Befragte gab demnach an, in den letzten Jahren an einer Hauterkrankung gelitten zu haben.

Die häufigsten Krankheiten waren Allergien, Neurodermitis und Akne. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig und doch hinlänglich bekannt: Falsche Kosmetik oder Pflege, Umweltverschmutzung, Ernährung Stress, Vererbung oder ein auslösendes Ereignis im Kindesalter, um nur einige Faktoren zu nennen. Immer mehr Frauen reagieren stark auf Cremes und Emulsionen, immer mehr unerwartete Reaktionen können auftreten.

In der Pubertät, und auch vor, während und nach den Wechseljahren spielen die Hormone verrückt. Fast jede Frau kennt das plötzliche Auftreten von Hautunreinheiten kurz vor Einsetzen der Menstruation als Zeichen des abfallenden Östrogenspiegels zugunsten der Androgene.

Die weltweit häufigste Hauterkrankung mit ca. 80 bis 90 Prozent ist die Akne (Akne Vulgaris). Mit Beginn der Pubertät im Alter von ca. 11 bis 12 Jahren und den damit einhergehenden körperlichen Veränderungen ist dieses Hautproblem besonders bei Jugendlichen am Stärksten ausgeprägt, aber auch Erwachsene bleiben von dieser Hautkrankheit nicht verschont (Acne Tarda).

Während der Pubertät steigt die Produktion der männlichen Hormone, Androgene, bei Männern und Frauen an, was zu einer Erhöhung der Talgproduktion in den Talgdrüsen führt. Talg bewirkt an der Hautoberfläche die Entstehung einer dünnen Fettschicht, welche die Haut geschmeidig macht und schützt. Solange der Talg aus den Talgfollikeln (Hautporen) ungestört abfließen kann, führt die Mehrproduktion ausschließlich zu der Entstehung einer stark glänzenden Haut. Erst wenn die Ableitung des Sekretes aus dem Talgfollikel heraus an die Hautoberfläche gestört ist, ist die Entstehungsgrundlage für eine Akne geschaffen.

Im Talgdrüsenfollikel entstehen laufend neue Hautzellen, die mit zunehmendem Reifegrad gemeinsam mit dem Talg an die Hautoberfläche vordringen und dort als Keratinozyten (Hornzellen - manchmal sichtbar als Hautschüppchen) abgestoßen werden. Liegt nun eine Verhornungsstörung der Hautzellen vor, beziehungsweise ein Fehler im natürlichen Weiter- und Abschuppungsprozess der Haut, der auf eine Überproduktion der Talgdrüsen trifft, dann verstopft der Talgdrüsen-Ausführungsgang.

Es entsteht ein Pfropf aus abgestorbenen Hornzellen und Talg, der sogenannte Komedo oder auch Mitesser und Pickel genannt. Da der produzierte Talg jetzt nicht mehr an die Hautoberfläche gelangt, ist die Haut auch nicht mehr ausreichend geschützt. Ein Nährboden für Bakterien ist geschaffen, welcher teilweise zu starken Entzündungen der betroffenen Haut-areale führt. Platzt durch Druckeinwirkung von außen (z.B. durch das klassische Ausdrücken von Pickeln) der Inhalt des geschlossenen Mitessers heraus, wird der entzündete Poreninhalt frei, wodurch sich das umgebende Gewebe und die benachbarten Zellen in der betroffenen Hautschicht infizieren. Um das Hautproblem in den Griff zu bekommen, empfiehlt es sich daher dringend, eine regelmäßige professionelle Ausreinigung bei einem/einer Hautexperten/in durchführen zu lassen und einen konsequenten Anwendungsplan mit individuell angepassten Pflegeprodukten einzuhalten.

Hochkonzentrierte Lösungen mit starken entzündungshemmender und antimikrobieller Wirkung bekämpfen Pickel und Mitesser, auf den Punkt genau. Entzündete Hautareale und Rötungen werden beruhigt und Schwellungen gehen zurück.

Der Talgfluss wird durch die verhornungslösende pflanzliche Salicylsäure verbessert. Nicht nur bei entzündeter Akne, sondern auch bei zyklusbedingter Unreinheit oder Unreinheit durch Stress empfehlenswert. Durch diese Maßnahmen wird das natürliche Abwehrsystem der Hautschutzbarriere unterstützt und Hautunreinheiten entgegengewirkt.
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