Heiligdreikönig
Die Sternsinger kommen

Die Sternsinger machen sich auf den Weg zu den Menschen. Wer ihnen die Tür öffnet, dem schreiben sie einen Segenswunsch darüber. Archivbild: dpa

Das Fest der "Heiligen Drei Könige" ist immer am 6. Januar. Der Tag erinnert die Menschen an Jesus in der Krippe. Christen glauben, dass Gott damals in der Welt erschienen ist. Mit Jesus wurde er für sie sichtbar.

Der Tag wird daher auch Epiphanias genannt. Das leitet sich vom griechischen Wort "epiphaneia" ab. Das steht für "Erscheinung".

Der katholischen Kirche ist der Dreikönigstag sehr wichtig. Sie schickt jedes Jahr Hunderttausende Kinder los. Immer Anfang Januar klingeln die Sternsinger an den Türen der Menschen. Ihre Kostüme sollen an die Heiligen Drei Könige erinnern, die das Jesuskind nach seiner Geburt im Stall von Bethlehem besucht haben.

Bitte um Geld


Die Sternsinger spenden nicht nur Segen, sondern sie bitten auch um Geld. Das Geld ist für Kinder gedacht, denen es nicht gut geht. Vor einem Jahr kamen so über 45 Millionen Euro zusammen.

Wenn die Sternsinger bei den Menschen klingeln, dann schreiben sie einen bestimmten Segen über die Tür. An vielen Häusern steht dann "20*C+M+B+16". In dem Segen stecken die Jahreszahl sowie die lateinischen Wörter "Christus mansionem benedicat". Das heißt: Christus segne dieses Haus. Die Buchstaben C+M+B stehen außerdem für die Namen der Heiligen Drei Könige.

Sie werden Caspar, Melchior und Balthasar genannt. Die Sternsinger besuchen auch wichtige Politiker, die deutsche Bundeskanzlerin zum Beispiel. Über die "Heiligen Drei Könige" nachlesen können wir in der Bibel. Im Matthäus-Evangelium steht, dass sie das Jesus-Kind im Stall besucht haben. Allerdings wird dort nicht erwähnt, dass es drei Männer waren.

Auch der Begriff Könige taucht dort nicht auf. Es ist die Rede von Weisen oder Sterndeutern aus dem Morgenland. Dass es sich um drei Könige gehandelt haben soll, erzählten sich die Menschen erst später.

Die Männer hatten kostbare Geschenke dabei. Es waren Gold, Weihrauch und Myrrhe. So wurden sie zu Königen. Die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar erhielten die Männer wohl um das 8. Jahrhundert herum. Der Name Caspar bedeutet auf Persisch Schatzmeister. Er soll den Weihrauch zur Krippe gebracht haben. Melchior kommt aus dem Hebräischen und heißt übersetzt "König des Lichtes". Er trug das Gold zur Krippe.

Balthasar bedeutet in der aramäischen Sprache "Gott schütze das Leben des Königs". Er brachte die Myrrhe.
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