Herr Sahin sieht genau hin

Es ist so weit: Das Auto muss zum TÜV. Doch was passiert da eigentlich genau? Fahrzeuge werden in Deutschland regelmäßig überprüft. Die Fachleute untersuchen, ob ein Auto für den Straßenverkehr sicher ist.

Özcan Sahin setzt sich ins Auto und lässt den Motor an. Dann fährt er langsam vom Parkplatz Richtung Werkstatt. Dabei blinkt er zuerst links und dann rechts. Anschließend schaltet Özcan Sahin die Warnblinkanlage ein. Er lässt das Fernlicht kurz aufleuchten und schaltet zum Schluss noch die Scheibenwischer an. Feine Tropfen vom Spritzwasser sausen durch die Luft.

Der Mann steigt aus dem Auto und sagt: "So, der erste Test ist schon bestanden."

Ab zur "HU"

Herr Sahin ist Fachmann für Autos. Er testet, ob die Fahrzeuge für den Straßenverkehr sicher sind. Viele Leute sagen dazu auch: Er macht den TÜV. Aber die Tests, die der Prüfer macht, haben eigentlich einen anderen Namen: Es ist die sogenannte Haupt-Untersuchung, kurz HU. Alle Fahrzeuge müssen regelmäßig zu dieser Untersuchung. Das ist in Deutschland Pflicht. Wenn das Auto die Prüfung besteht, bekommt es einen kleinen, runden Aufkleber. Er klebt auf dem hinteren Nummernschild.

Der Fachmann schaut zum Beispiel, ob die Bremsen in Ordnung sind. Oder ob die Reifen genug Profil haben. Auch die Lenkung muss richtig funktionieren. Zudem darf das Auto nicht zu viele Abgase erzeugen.

Herr Sahin misst zuerst die Abgase. Dann öffnet er die Motorhaube und schaut sich den Motor an. Danach zieht er im Inneren des Autos an den Sicherheitsgurten. Er schaut im Kofferraum nach den Warnwesten, dem Warndreieck und dem Verbandskasten. Alles da. Er prüft die Unterseite des Autos: Gibt es dort Schäden? Läuft zum Beispiel Öl aus?

Bremsen testen

Zuletzt sind die Bremsen an der Reihe. Mit einem speziellen Gerät misst Herr Sahin den Bremsdruck. Das Gerät heißt HU-Adapter und wird direkt mit dem Auto verbunden. Der Fachmann will damit herausfinden, ob die Bremsen noch genug Kraft haben und stark genug abbremsen.

Dazu werden die Räder auf dem sogenannten Rollen-Prüfstand platziert. Das ist eine Art Laufband für das Auto. Die Räder drehen sich zwar, aber sie rollen nicht vorwärts. Dann tritt Herr Sahin auf die Bremse und misst mit Hilfe des Geräts, wie gut die Bremsen arbeiten. Und? "Alles gut. Das Auto hat die Prüfung bestanden", sagt der Fachmann. Aufkleber drauf - und weiter geht die Fahrt!
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