"Herrgott, beschütze diesen Papst"

Zum Führungsstil des Papstes:

Weder klammheimliche Schadenfreude noch seligmachende Zustimmung können über das aufkommen, was Papst Franziskus seiner Kurie beim Weihnachtsempfang ins Stammbuch geschrieben hat. Fünfzehn "Krankheiten" hat der Papst seinen Kardinälen vorgehalten, "... natürlich auch eine Gefahr für jeden Christen und jede Kurie, Gemeinschaft, Kongregation, Pfarrei und kirchlichen Bewegung."

Nachlesbar sind die harten Vorwürfe sowohl zusammengefasst auf der Homepage von Radio Vatikan als auch ungekürzt (!) auf der Homepage des Heiligen Stuhles selbst - auch im Video.

Wenn der Papst so offen - und so öffentlich! - das ausspricht, was sich der eine oder andere Christ unter uns für sich so denkt, dann muss der Karren schon tief im Dreck stecken. Da gibt es die vielen Priester, die mit voller Hingabe ihren "Dienst" tun, die vielen Ordensleute, die sich für den Mitmenschen in ihrer täglichen Arbeit einsetzen, und die vielen Christen, die sehr wohl mit Gott einig sind, aber mit manchen Ebenen des "Bodenpersonals" hadern. Sie und wir alle hätten es verdient, dass die Worte des Papstes nicht nur kommentiert werden, sondern auch umgesetzt.

Gott beschütze diesen Papst vor plötzlicher Krankheit oder Unfällen! Und er gebe ihm die Kraft, das umzusetzen, was er für richtig und vor allem notwendig erkannt hat. Angst habe ich aber schon ein wenig: Zu gut erinnere ich mich an die nur 33-tägige Amtszeit des sympathischen, jungen Luciani-Papstes Johannes Paul I. bis zu seinem bis heute ungeklärten Tod im Jahr 1978. Ob die Erkenntnisse des jetzigen Amtsinhabers einen Großteil der Gründe für den Rücktritt "unseres" Papstes Benedikt waren? Ich bin davon fest überzeugt!

Hans Schreyegg, 92660 Neustadt
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